Das Parken auf dem Gehweg sorgt in Wellinghofen für großen Ärger

rnPark-Probleme

An der Wellinghofer Amtsstraße sorgen Strafzettel wegen Gehwegparkens für Ärger. Es ist die nächste Diskussion rund um eine der wichtigsten Verbindungsstraßen im südlichen Stadtteil.

Wellinghofen

, 13.08.2018 / Lesedauer: 3 min

An der Amtsstraße spielt sich ein weiteres Kapitel der unendlichen Geschichte über das Gehwegparken in Dortmund ab. An vielen Straßen im Stadtgebiet ist die Fahrbahn so eng, dass Autos mit zwei Rädern auf dem Fußgängerweg stehen. Erlaubt ist das nicht.

Oft wird es aber so lange geduldet, bis es jemanden stört. Dann müssen Mitarbeiter des Ordnungsamts Strafzettel schreiben, wenn sie auf solche Situationen aufmerksam gemacht werden und vor Ort kontrollieren.

Anfang August gab‘s jede Menge Strafzettel

In Wellinghofen ist genau das Anfang August passiert. Anwohner Burkhard Jansen berichtet von einer Kontrollaktion mit Knöllchen in Höhe von 20 Euro am 8. August. „Jahrelang war das Parken der Autos halbseitig in beiden Richtungen auf dem Bürgersteig geduldet. Man achtete natürlich darauf, dass die Fußgänger genug Platz auf dem Bürgersteig hatten“, sagt Jansen.

Die Stadt Dortmund bestätigt die Kontrollaktion auf Anfrage dieser Redaktion. Stadtsprecher Maximilian Löchter sagt: „Es liegen Beschwerden aus der Bürgerschaft über Gehwegparken in dem Bereich zugrunde. Da sich dort Kindertageseinrichtungen befinden sowie eine Buslinie der DSW21 entlang führt, hat die Verkehrsüberwachung dort kontrolliert und Fahrzeuge verwarnt.“

Dies sei in der Vergangenheit ebenfalls schon kontrolliert und auch sanktioniert worden. „Die Kontrollen werden im Zuge der Vorortüberwachung und Rahmen der personellen Möglichkeiten weiter fortgesetzt“, so Löchter.

Jetzt parken die meisten regelgerecht - dadurch wird‘s noch enger

An der Wellinghofer Amtsstraße zeigt sich am Montagnachmittag dieses Bild: Die Mehrheit der Autos parkt korrekt mit vier Rädern auf der Fahrbahn. Dadurch ist es hier noch enger als ohnehin schon. Lkw schlängeln sich riskant durch die Gasse. Autofahrer bremsen scharf ab, um den Gegenverkehr durchzulassen. Für die Busse der Linie 447 ist es schwierig durchzukommen, wenn alle so parken, wie es erlaubt ist.

Der Zebrastreifen nahe des Kindergartens ist durch Autos zum Teil verdeckt. Zudem ist laut Burkhard Jansen seit einigen Wochen eine Laterne defekt. „Meines Erachtens ist die Verkehrssicherheit jetzt nicht mehr gewährleistet“, sagt der Wellinghofer.

Das Thema hat in der vergangenen Woche auch den CDU-Bezirksvertreter Michael Depenbrock erreicht. „In solchen Fällen muss es auch Augenmaß geben und das Parken weiter geduldet werden“, sagt er. Wenn die Busfahrer klagen, und der Zebrastreifen kaum noch sichtbar ist, müsse eine grundsätzliche Entscheidung her.

Wenn alle auf der Straße stehen, gibt es weniger Parkplätze

„Entweder man erlaubt das Parken nur auf der Straße, mit der Folge, dass es deutlich weniger Parkplätze gibt. Oder man erlaubt es auf dem Bürgersteig.“ Die Bezirksvertretung Hörde könnte eine solche Entscheidung treffen. Wie sie es schon im Falle der Teutonenstraße getan hat.

Hier ist das, zunächst sanktionierte, Gehwegparken im Frühjahr erlaubt worden. „Da ging das relativ unproblematisch. Man müsste immer quartiersbezogen vorgehen. Nur dann findet man auch die Akzeptanz für das Thema“, sagt Michael Depenbrock.

Viele ungelöste Fragen an der Wellinghofer Amtsstraße

Die Wellinghofer Amtsstraße ist jedenfalls um eine ungelöste Frage reicher. Wie mehrfach berichtet, gibt es nicht ausreichend Parkraum für den regen Verkehr. Eine Reihe von Anwohnern beklagt zudem viele, über Jahre ignorierte Probleme und fordert, die gesamte Straße zur Tempo-30-Zone zu machen. Die Verwaltung lehnt dies ab.

Die Situation an der Amtsstraße hatte in der Vergangenheit ein bemerkenswertes lokalpolitisches Phänomen erzeugt,. Die Anwohnerin Elke Steingräber hatte zwischen April 2016 und November 2017 stellvertretend für viele Nachbarn in jeder Sitzung der Bezirksvertretung Fragen zur Situation auf der Wellinghofer Amtsstraße formuliert. Eine befriedigende Antwort zu den Themen Tempo 30 und Parkplatznot haben die Anwohner aus ihrer Sicht bisher noch nicht erhalten.

Lesen Sie jetzt
Ärger um Parken im Kreuzviertel

Stadt Dortmund warnt nur jeden zweiten Anwohner vor

Strafzettel zuhauf gab es für Anwohner der Von-der-Recke-Straße, deren Autos teilweise auf dem Gehweg standen. Laut Verkehrsüberwachung wurde mit Handzetteln darauf aufmerksam gemacht. Allerdings auf Von Johannes Franz

Lesen Sie jetzt