Das passiert mit dem Hafenquartier Speicherstraße

Umbau gestartet

Im September 2016 hatten Hafen AG und Wirtschaftsförderung Pläne zur Umgestaltung der Speicherstraße angekündigt - jetzt geht‘s an die Umsetzung. Im südlichen Teil der Straße im Hafen haben die Bauarbeiten begonnen. Wir fassen die sieben wichtigsten Punkte des Groß-Projekts zusammen.

DORTMUND

, 18.04.2017, 17:39 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das passiert mit dem Hafenquartier Speicherstraße

So könnte es bald am Hafen aussehen.

1.: Kanalbauarbeiten

Anfang April haben zwischen dem Gebäude Speicherstraße 2 im südlichen Teil (dort sitzt die Schenker AG) und der Hausnummer 38 auf der Ecke zur Speicherstraße in nördlicher Richtung Kanalarbeiten begonnen. Es werden Frisch- und Abwasserleitungen verlegt, zudem auch Leerrohre für den späteren Anschluss mit schnellem Internet. Die Straße erhält eine provisorische Decke. Die Pflastersteine in der Speicherstraße werden abgetragen und zwischengelagert – letztlich sollen sie wieder eingesetzt werden, damit Charakter und Charme des Hafenquartiers erhalten bleiben.

2.: Büroneubau

Am südlichen Ende der Speicherstraße, am Anleger der Santa Monika, soll ein fünf- bis siebenstöckiger Neubau für Büros entstehen. Die Stadt will das Grundstück einem Investor verkaufen, der selbst baut. Angebote von Interessenten wolle man bald einholen, sagte Wirtschaftsförderer Thomas Westphal am Dienstag. Unten sei Gastronomie denkbar.

 

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3.: Grünfläche

Rechts neben dem Neubau sollen die meisten der bisherigen Parkplätze einer Grünfläche weichen. „Es soll ein völlig neuer Vorplatz am Santa-Monika-Anleger entstehen“, sagt Planungsdezernent Ludger Wilde. Der südliche Teil der Speicherstraße solle abgesehen vom Anlieferverkehr „sonst eher verkehrsfrei“ werden; geparkt werden könne stattdessen am Park-und-Ride-Parkplatz Sunderweg und im geplanten Parkhaus im Nord-Teil der Speicherstraße.

4.: Promenade

Von der Grünfläche ausgehend soll sich eine Uferpromenade als „Herzstück“ des Quartiers Speicherstraße bis in deren nördlichen Teil ziehen. Für die großen, dem Wasser zugewandten Speichergebäude wünscht man sich bei Stadt und Wirtschaftsförderung dazu gastronomische Angebote. Möglicherweise soll für’s Flair ein alter Hafenkran an die Promenade verlegt werden.

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Den Hafen-Chefs schweben schicke Bürogebäude entlang des Hafenbeckens vor.© Grafik: Gerber Architekten
So sieht der Hafen derzeit aus.© Animation: Google Earth
So soll der Hafenkai einmal aussehen.© Grafik: Gerber Architekten
Der Kreativkai in Münster soll als Vorbild für Dortmund dienen.© Foto: Archiv
Die Gegenwart: An der Speicherstraße im Dortmunder Hafen herrscht seit Jahren Stillstand.© Foto: Stephan Schütze
So könnte es bald am Hafen aussehen. © Repro: Stephan Schütze
So könnte es bald im Hafen aussehen.© Entwurf: Gerber Architekten
Schlagworte Nordstadt, Innenstadt

5.: Gründercampus

Im linken der zum Wasser gewandten Speichergebäude sitzt Schenker. Im Speichergebäude rechts daneben will die Wirtschaftsförderung einen „Gründercampus“ ins Leben rufen. Das an der Mallinckrodtstraße gelegene „e-port“-Gründungszentrum sei gut ausgelastet, sagt Wirtschaftsförderer Thomas Westphal – es gebe aber weiterhin eine „hohe Nachfrage“ von Gründern. Derzeit läuft eine Machbarkeitsstudie, wie das Speichergebäude (aus Mitteln des Sondervermögens Technologiezentrum) umgebaut werden kann. Dort soll dann auch das Gründerinnenzentrum Nordstadt einziehen.

6.: "Heimathafen"

Im alten Lagerhaus direkt gegenüber dem künftigen Gründercampus will die Wirtschaftsförderung unter dem Titel „Heimathafen“ ein Bildungs- und Begegnungszentrum einrichten. Unter anderem mit Räumen für die Musikschule und eine Lehrküche. Die übrigen alten Speichergebäude im Besitz der Stadt stehen zum Verkauf. Wahrscheinlicher sei es, dass sie abgerissen und von Investoren neu gebaut werden, sagt Planungsdezernent Wilde.

7.: Büros im nördlichen Teil

2018 sollen die Arbeiten an der nördlichen Speicherstraße beginnen, sagte gestern Hafen-Chef Uwe Büscher. Der nördliche Teil der Straße soll um etwa 20 Meter nach Osten verlegt werden, um am Kanal größere Grundstücke für Bürobauten zu schaffen. An der gesamten Speicherstraße, das hofft OB Sierau, sollen bis zu 5000 Arbeitsplätze entstehen.

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