Das passiert nun im Inhouse an der B1

Kauf durch Heinig-Gesellschaft

Im Mai kaufte eine Gesellschaft von Kik-Gründer Stefan Heinig und dessen Sohn das Inhouse an der B1 - und schweigt seither zu den Plänen dafür. Fest steht jedoch: Im Einrichtungshaus wird sich einiges verändern. Wir haben vor Ort nachgesehen.

DORTMUND

, 17.10.2017, 03:08 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das passiert nun im Inhouse an der B1

Das Inhouse (r.) an der B1 ist eines der prägenden Gebäude in Dortmunds Skyline.

Die letzten Nachrichten auf der bisherigen Internetseite des Inhouses datieren von April: Es geht um das „Frühlings-Gewinnspiel“ und die „Große Ostereisuche“. Mittlerweile ist Herbst, und wer länger nicht im Inhouse war, der weiß nicht so recht: Geht es für das 2008 eröffnete exklusive Einrichtungshaus überhaupt weiter? Beim Möbel-Händler „Raumideen“ beispielsweise läuft seit Wochen der „Total-Ausverkauf“.

Im Mai hatte die an der B1 gelegene Immobilie mit dem früher bei Dunkelheit bunt angestrahlten Turm den Eigentümer gewechselt: Der Dortmunder Immobilien-Entwickler Andreas Schürmann, der das Inhouse einst eröffnet und im Herbst 2016 wieder übernommen hatte, verkaufte es samt Grundstück an eine Gesellschaft der H. H. Holding GmbH mit Sitz in Bönen. Hinter dieser stehen Benjamin Heinig und sein Vater Stefan Heinig. Letzterer gründete einst den Textildiscounter Kik, auch die Billigladen-Kette Tedi ist eine Heinig-Erfindung, an der die B. H. Holding GmbH die Mehrheit hält.

Pressestelle der H. H. Holding GmbH macht "keine aktive Pressearbeit"

Die Heinigs sind allerdings äußerst öffentlichkeitsscheu. Daher ist bislang wenig über die Pläne für das Inhouse zu erfahren. Eine E-Mail mit zahlreichen Fragen zum Inhouse beantwortete die Pressestelle der H. H. Holding GmbH diese Woche wie folgt: Man müsse mitteilen, „dass die H. H. Holding GmbH keine aktive Pressearbeit betreibt und für eine Beantwortung Ihrer Fragen somit leider nicht zur Verfügung steht“.

Die Pressestelle macht also keine Pressearbeit – gut, dann muss man eben die im Inhouse ansässigen Händler fragen. Bisher verkauften sie auf zwei Etagen, im Erdgeschosss und im ersten Obergeschoss. Oben war „Raumideen“ sozusagen der Ankermieter – der jetzt auszieht, weil die Etage freigezogen wird. Dort entstehen Büros für Start-up-Unternehmen, so viel steht fest. Was für Firmen das sind, lokale oder auswärtige, aus einer Branche oder gemischt – das bleibt abzuwarten.

Drei Einrichtungs-Händler bleiben im Inhouse

Während „Raumideen“ das Inhouse verlässt und Ende des Jahres einen neuen Standort in Dortmund bezieht, bleiben mindestens drei Händler im Erdgeschoss des Hauses. Dies sind Hasenkamp (Bad, Sauna, Wellness), Hanke (Wohntextilien) und Light11.de (Lichtlösungen und Designerleuchten).

Die drei Händler sind die Gesellschafter der neu gegründeten Inhouse Dortmund Vermietungs GmbH, die vom Inhouse-Eigentümer 2500 Quadratmeter Ladenfläche im Erdgeschoss anmieten.

Gesucht: Mieter, die ins Konzept passen

„Wir versuchen noch weitere Mieter zu finden, die in das Konzept passen“, sagte am Freitag im Gespräch mit unserer Redaktion Thomas Unger, Chef von Light11 und einer der drei Geschäftsführer der Inhouse Vermietungs GmbH. Das Konzept solle das gleiche bleiben wie bisher, sagt Unger: Die Händler wollen „beratungs- und planungsintensive Produkte für die Inneneinrichtung verkaufen“. Nur eben auf einer kleineren Ausstellungsfläche, die Händler im Inhouse rücken zusammen.

Im Foyer und Eingangsbereich wird umgebaut, bis Sommer 2018 soll alles fertig sein. Es liefen, sagt Unger, derzeit Gespräche unter anderem mit Bulthaup (Küchen, schon bisher im Inhouse vertreten) und mit Möbelhändlern. Auch ein Dekoladen solle noch ins Erdgeschoss einziehen. Dort können die Händler nicht die ganze Fläche nutzen: Einen Teil übernimmt der Eigentümer.

Heinig-Gesellschaften sollen im Hochhaus Büros beziehen

Gleiches gilt auch für sämtliche Etagen des markanten Inhouse-Büroturms: Hier sollen dem Vernehmen nach Büros für Gesellschaften der H. H. Holding GmbH beziehungsweise der B. H. Holding GmbH entstehen. Genaueres dürfte deren Pressestelle wissen. Sie verrät es aber nicht.

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