Das Seniorenheim St. Josefinenstift zieht vom Ostwall in die Gartenstadt

Altersgerechtes Wohnen

Die St.-Johannes-Gesellschaft plant für ihr Seniorenheim am Ostwall einen Neubau in der Gartenstadt. Bis die Bewohnerinnen umziehen können, dauert es aber noch ein wenig.

Dortmund

, 21.11.2018, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das Seniorenheim St. Josefinenstift zieht vom Ostwall in die Gartenstadt

Das St. Josefinenstift der St.-Johannes-Gesellschaft zieht vom Ostwall in die Gartenstadt. © Stephan Schütze (Archiv)

Das St. Josefinenstift zieht um. Wie die Katholische St.-Johannes-Gesellschaft am Dienstag mitteilte, erhält ihr Altenheim für Seniorinnen einen Neubau in der Gartenstadt. Bisher ist das Stift mit seinen rund 80 Bewohnerinnen am Ostwall 8 gegenüber vom neuen Baukunstarchiv angesiedelt. 1953 wurde der Bau dort errichtet.

Zwar wurde das Gebäude seitdem mehrfach modernisiert, wie Dr. Martin Rehborn, Vorsitzender des St.-Johannes-Verwaltungsrates, betont. Trotzdem gebe es Handlungsbedarf.

Bauherr ist die Verwaltungsgesellschaft DIAG

Deshalb hat die Gesellschaft entschieden, auf eine Fläche in der Gartenstadt umzuziehen. Direkt hinter dem Hotel Wittekindshof, Westfalendamm 270, liegt eine Freifläche der DIAG Verwaltungsgesellschaft für Immobilien. DIAG wird dort auch Bauherr sein und den Neubau des Josefinenstifts errichten.

Auf dem Areal von rund 13.000 Quadratmetern wird ein zweieinhalb geschossiges Gebäude mit 88 Wohnplätzen entstehen. Ein Grüngürtel soll das Gebäude umgeben, der zum Spazierengehen, aber auch als Garten, den die Bewohnerinnen bewirtschaften, genutzt werden kann.

Ergänzt werden soll das Gelände durch vier freistehende Gebäude mit insgesamt etwa 25 altengerechten Wohnungen, die auf dem freien Markt vermietet werden. „Das Konzept greift den Quartiersgedanken auf“, erlärt Heike Deimann, Heim- und Pflegedienstleiterin des Josefinenstifts.

Der Gesetzgeber schreibt eine Einzelzimmer-Quote vor

Zunächst habe man auch überlegt, das Gebäude am Ostwall zu erneuern, erklärt Rehborn. Es gebe nämlich einige Änderungen, die dringend notwendig sind. So schreibt das Wohn- und Teilhabegesetz des Landes beispielsweise eine Quote für Einzelzimmer in Senioreneinrichtungen vor.

Die wären im aktuellen Gebäude aber nur mit viel baulichem und finanziellem Aufwand umzusetzen gewesen. „Die Bauarbeiten könnten wir unseren Bewohnerinnen aber nicht zumuten“, so Rehborn.

Ein Neubau sei zudem wirtschaftlicher. Bis alle Genehmigungen erteilt und Aufträge ausgeschrieben wurden, dauert es allerdings noch eine Weile. St.-Johannes-Gesellschaft und DIAG rechnen mit einem Baubeginn im Jahr 2020.

Lesen Sie jetzt