Das sind die alten und neuen Sorgen am Bahnhof Hörde

Überblick

Großer Bahnhof, viel Gesprächsstoff: Die Situation am Bahnhof Hörde stellt im Moment niemanden zufrieden. Das sind die aktuellen Probleme inklusive möglicher Wege, wie sie zu lösen sind.

HÖRDE

, 09.01.2018, 18:31 Uhr / Lesedauer: 3 min
Das sind die alten und neuen Sorgen am Bahnhof Hörde

Der Bahnhof Hörde ist 2011 neu gebaut worden. Täglich verkehren hier rund 36.000 Fahrgäste, wenn man den DB-Verkehr und dem öffentlichen Nahverkehr von DSW21 zusammenrechnet. © Felix Guth

Die Route der Sorgen führt einmal um den Gebäudekomplex herum, in ihn hinein und wieder hinaus. Es gibt Schwerpunkte. Dazu gehört vor allem das rund um die Uhr geöffnete Parkhaus auf der zweiten Ebene. Hier haben sich die Probleme laut Michael Steinfort von Gebäudeeigentümer Pink Invest verschlimmert. Vandalismus ist hier schon länger ein Phänomen, häufig in Verbindung mit Drogenkonsum. Laut Steinfort kommt vereinzelt auch Drogenhandel hinzu.


Die Problemzonen im Überblick:


Tunnel zu den Bahngleisen:

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© Foto: Felix Guth

Immer wieder voller Müll, Graffiti. Wird regelmäßig zur Verrichtung der Notdurft genutzt. Auch, weil in Bahnhofsnähe und im gesamten Hörder Ortskern eine öffentliche Toilette fehlt.


Substanz der Decke:

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© Foto: Felix Guth

Besorgniserregende Risse und Rost auf Stahlträger. Probleme, die allerdings schon nach wenigen Jahren erstmals aufgetreten waren.


Enge Treppenhäuser:

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Bahnhof Hörde, Kanuar 2018 © Foto: Felix Guth

Die Zugänge zum Burger-Restaurant und zum Parkdeck sind ebenfalls nicht immer sauber und ziehen zwielichtige Gestalten an.

Aus- und Eingang der U-Bahn-Station: Hier ist zumindest Bewegung drin. Für die vielen wartenden Bus-Fahrgäste sollen in den nächsten Wochen Sitzgelegenheiten aufgestellt werden.


Parkdeck:

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Aktuell Problemzone Nummer eins, weil immer wieder Rückzugsort für Jugendliche und Kleinkriminelle.


Vermietungssituation:

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Stabil, auch wenn es Leerstände gibt (Anbau im Obergeschoss, ehemaliges Wettbüro steht seit November leer).


Runder Tisch zum Bahnhof

Am Freitag (5.1.) fiel ein Kassenautomat nach Zündeleien aus. „Jeder Feueralarm kostet Geld und sorgt auch bei den Betrieben im Bahnhof für Ausfälle“, sagt Martin Steinfort. Es brauche daher eine neue Strategie. Gerade läuft mit der Bezirksverwaltung die Abstimmung eines Termins, bei dem Eigentümer, Mieter, Stadt Dortmund und Deutsche Bahn mit am Tisch sitzen sollen.

Der Impuls zu einem solchen Gespräch kam auch von Hörder Bürgern, die den Bahnhof regelmäßig nutzen. Während die Parkhaus-Probleme eher den Geschäftsleuten schaden, nehmen die Bahnfahrer eher die kleineren (Dauer)-Probleme wahr. Wie den Uringestank, den Müll und die immer weiter abblätternden Wandfarben im Durchgang zu den Gleisen der Deutschen Bahn. Es bleibt wie gehabt: Selbst der vor einigen Monaten veränderte Reinigungsrhythmus ist langsamer als das Tempo der Verschmutzung.

Es bleiben wenige Optionen

Die Optionen sind rar. Das Parkhaus nach 22 Uhr zu schließen, ist eine, ein präsenter Ordnungsdienst eine andere. Von einem unsicheren Gefühl rund um den Bahnhof Hörde berichten jedenfalls auch Schüler der Marie-Reinders-Realschule, die wenige hundert Meter westlich vom Bahnhof an der Hochofenstraße liegt.

Im Frühjahr 2017 gab es den viel diskutierten Vorschlag der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Hörde, Videokameras am Bahnhof zu installieren. In dieser Frage gibt es laut Bezirksverwaltungsstellenleiter Ulrich Spangenberg keine Weiterentwicklung, er rechne aktuell auch nicht damit, dass sich das ändert.

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