Das sind die Engel der Nordstadt 2016

Neujahrsempfang im Dietrich-Keuning-Haus

Die Nordstadt hat drei neue "Engel": Marcella Montean, Mustafa Güner und Jochen Hildebrand. Sie wurden beim ersten Neujahrsempfang der Dortmunder Nordstadt vor 230 Besuchern im Dietrich-Keuning-Haus mit der Kupferskulptur "Engel der Nordstadt 2016" ausgezeichnet.

DORTMUND

, 15.01.2017, 15:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das sind die Engel der Nordstadt 2016

Die Geehrten mit ihren Laudatoren (v. l.): Marcella Montean, Susanne Linnebach, Mustafa Güner, Dr. Ludwig Jörder, Sponsor Christian Schmitt, Jochen Hildebrand und Marin Gansau.

Die Premiere des Empfangs von Dietrich-Keuning-Haus (DKH), DKH-Förderverein und Quartiersmanagement sorgte bei der zwölften „Engel“-Verleihung für einen würdigen Rahmen. Dekorierte Tische, kleiner Imbiss, buntes Programm mit Kabarett, Tanz und Musik taten das Ihrige hinzu.

„Die zu Ehrenden wissen nicht, dass sie gleich hier oben stehen werden“, leitete Quartiersmanager Martin Gansau ein. „Ich war total überrascht“, konnte Marcella Montean ihr Glück kaum fassen. „Dass es unser kleines Projekt so weit nach oben geschafft hat, ist schön.“ Die Roma, die als „der gute Engel des Schleswiger Viertels“ gilt, hilft überall. „Sie ist eine gefragte Kontaktperson und wichtige Übersetzerin“, hob Laudatorin Susanne Linnebach vom Amt für Wohnen und Stadterneuerung hervor.

"Das Miteinander ist mir besonders wichtig"

Mustafa Güner ist rund um den Borsigplatz bekannt als „Onkel Mustafa“. Fußball ist seine Welt. Und er der D-Junioren-Trainer von DJK Saxonia, einem Team mit vielen Nationalitäten. Seine Kicker kommen aus Togo, Marokko, Tunesien, Albanien, der Türkei, Spanien und Deutschland. „Das Miteinander ist mir besonders wichtig“, sagte der Familienvater. „Eigentlich müssten hier die Eltern und Vereinskollegen stehen, die alles das ermöglichen.“ Bezirksbürgermeister Dr. Ludwig Jörder betitelte Güner ferner als „weltbesten Taxifahrer, der immer nah am Kunden und für viele unersetzlich geworden ist“.

„Die Nordstadt ist ein ganz besonderes Pflaster und bringt ganz besondere Menschen hervor“, würdigte Christian Schmitt, Ideengeber und Sponsor der „Engel“-Verleihung, Jochen Hildebrand. Der frühere Sportartikel-Vertreter kehrte als Rentner ins Quartier zurück, hat noch viel vor. „Ich bin hier groß geworden, habe früher mit Italienern auf der Straße gepöhlt“, blickte er zurück. „Jetzt will ich jungen Menschen helfen.“

"Das kann man nicht hoch genug einschätzen"

Hildebrand engagiert sich in der „Bunt-Kickt-Gut-Nordstadtliga“, kümmert sich auch abseits des Spielfeldes um vieles, wie gute Hausaufgabenbetreuung. Das begeisterte auch Abdelkarim. „Ich finde es cool, dass es diese Arbeit hier gibt“, sagte der Kabarettist bei seinem Kurzauftritt. „Das kann man nicht hoch genug einschätzen.“

Lesen Sie jetzt