Das Sozialamt zieht vorübergehend in der Frenzelschule ein - der Zeitplan steht nun fest

rnFrenzelschule in Hörde

Im Gebäude der ehemaligen Frenzelschule am Entenpoth entsteht das Ausweichquartier für das Sozialamt. Anwohner sorgen sich um möglicherweise fehlende Parkplätze - doch es gibt Entwarnung.

von Rüdiger Barz

Hörde

, 03.04.2019, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

In der früheren Frenzelschule am Entenpoth in Hörde entstehen die Ausweichbüros für die rund 300 Mitarbeiter des Sozialamtes. Während einer Informationsveranstaltung in der Bezirksverwaltungsstelle Hörde wurden die Anwohner über den Verlauf der Maßnahme ins Bild gesetzt.

Nach einer halben Stunde waren alle Punkte besprochen

Kurz, knapp und knackig war die 30-minütige Veranstaltung, zu der rund 30 Anwohner erschienen waren. Wie bei solchen Baumaßnahmen üblich, interessierten vor allem die Parkplatznot und eine mögliche Lärmbelästigung. Doch auch die entstehenden Kosten standen auf dem Fragenkatalog der Bürger.

Das Sozialamt soll, so hat es der Rat der Stadt im Dezember 2017 bereits beschlossen, temporär von der Luisenstraße in der Innenstadt zum Entenpoth verlagert werden. Dazu wird die Frenzelschule als Bürogebäude hergerichtet und um zwei Containerstandorte erweitert. Die Maßnahme ist bereits gestartet.

Der Verterter der Stadt hält sich zu den öffentlich einsehbaren Kosten bedeckt

Das in die Jahre gekommene Gebäude am aktuellen Standort muss komplett instandgesetzt werden. Dieses umfassende Bauvorhaben ist nicht während des laufenden Betriebes möglich. Die Sanierung an der Luisenstraße wird voraussichtlich 24 Monate andauern.

Somit soll, wenn alles planmäßig verläuft, das Amt gegen Ende 2021 wieder von Hörde zum alteingesessenen Standort in der City umziehen. Ende 2019 sollen die provisorischen Räume am Entenpoth fertig sein, die Bauarbeiten in Hörde laufen seit Ende Februar.

Während der Infoveranstaltung zum Bau des Ausweichquartiers des Sozialamtes in der Frenzelschule sprachen (v.l.) Sascha Hilgeris (Bezirksbürgermeister), Rainer Peper (Fachbereich Liegenschaften der Stadt) und Jan Gotthold (Architekt Fachbereich Liegenschaften)

Während der Infoveranstaltung zum Bau des Ausweichquartiers des Sozialamtes in der Frenzelschule sprachen (v.l.) Sascha Hilgeris (Bezirksbürgermeister), Rainer Peper (Fachbereich Liegenschaften der Stadt) und Jan Gotthold (Architekt Fachbereich Liegenschaften) © Rüdiger Barz

Die Kosten für die umfassende, aber nur das Nötigste beinhaltende Aktion, so berichtet der Teamleiter der Projektentwicklung Rainer Peper aus dem Liegenschaftsamt, werden nicht offengelegt. „Sie können davon ausgehen, dass wir die beste Möglichkeit gewählt haben“, antwortet Peper auf Nachfrage aus der Bürgerrunde. Während sich der Vertreter der Stadt bedeckt hielt, reicht ein Blick in die öffentlich einsehbaren Verwaltungsunterlagen. Hierin sind die Kosten für den temporären Umzug mit 200.000 Euro beziffert.

Wenn das Sozialamt wieder auszieht, wird das Gebäude nicht leer bleiben

Nach 2021 wird das Gebäude nicht ungenutzt bleiben. Die Stadt Dortmund hat weiterführende Pläne. Nach dem Sozialamt soll das ähnlich große Jugendamt in der umgebauten Schule eine zeitweilige Heimat finden. Grund hierfür ist ein ähnlich schlechter Zustand des aktuellen Gebäudes des Jugendamtes am Ostwall.

Es sollen, so berichtet Peper, auf dem Grundstück rund 99 Stellplätze für Mitarbeiter und Besucher realisiert werden. Die Stadt geht davon aus, dass viele Besucher, aber auch Beschäftigte, mit Bus und Bahn den Weg zum Ausweichstandort finden werden. Man gehe demzufolge davon aus, dass es keine Beeinträchtigungen für das Wohnumfeld geben wird. Mit einem gewissen Grad an Baustellenlärm sei allerdings zu rechnen.

Meilensteine der aktuellen Baustelle

So geht es an und in der Frenzelschule weiter

  • Baubeginn war der 25. Februar 2019, zurzeit werden Erdarbeiten ausgeführt.
  • Für die vier gefällten Bäume sind auf dem Grundstück Ersatzpflanzungen angedacht.
  • Umsetzen der Containeranlage: vom 13. bis 17. Mai wird es sieben Schwertransportfahrten in den Nachtstunden geben, die jeweils drei Stunden dauern.
  • Die Turnhalle kann für Schulen und Vereine durchgehend genutzt werden, eine Zuwegung ist eingerichtet.
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