Dauer-Ärger um Wartezeiten: Bürgerdienste bekommen mehr Personal und neue Öffnungszeiten

rnStadtverwaltung

Die Stadt sagt Warteschlangen bei den Bürgerdiensten den Kampf an. Vier Maßnahmen sollen helfen, Bürgeranliegen schneller zu bearbeiten. Eine entscheidende Idee ist aber noch in der Schwebe.

Dortmund

, 26.06.2019, 08:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Rechtsdezernent Norbert Dahmen hat ehrgeizige Ziele: Bürger, die etwa einen neuen Ausweis oder ein Auto-Kennzeichen beantragen wollen, sollen innerhalb von zwei Wochen einen Termin bei den Bürgerdiensten bekommen oder bei Spontanbesuchen maximal 45 Minuten warten müssen.

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Um das zu erreichen, hat Dahmen gemeinsam mit Personaldezernent Christian Uhr ein Maßnahmenpaket geschnürt, das nun möglichst schnell umgesetzt werden soll.

Die dringlichste Maßnahme: mehr Personal. Zehn Prozent der Personalstellen bei den Bürgerdiensten sind derzeit nicht besetzt, erklärt Christian Uhr. Dazu kommt, dass die Zahl der Bürgerkontakte hochgerechnet auf das gesamte Jahr nach aktuellen Stand um 10.000 gestiegen ist, ergännzt Norbert Dahmen.

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Jetzt sollen die 14 offenen Stellen im Einwohnermeldewesen möglichst schnell intern und extern besetzt werden, kündigt Dahmen an. Im Kfz-Wesen sollen drei zusätzliche Stellen eingerichtet werden.

Mittwochs auch ohne Termin

Als schnelle Hilfe sollen außerdem fünf Stadtbeschäftigte, die jetzt ihre Ausbildung beenden, bei den Bürgerdiensten eingesetzt werden.

Zweite Maßnahme: Die Öffnungszeiten werden ausgedehnt. Bislang konnte man seine Anliegen bei den Bürgerdiensten mittwochs nur mit Termin erledigen. Ab dem 3. Juli sind die Bürgerdienste zunächst bis September mittwochs auch ohne Termin erreichbar. Und es wird sogar darüber nachgedacht, zusätzliche Samstagsöffnungen anzubieten - wenn sich denn Freiwillige dafür finden und der städtische Personalrat zustimmt.

Dritte Maßnahme: Um das Raumklima zu verbessern, sollen die Wartebereiche im Dienstleistungszentrum Innenstadt verlagert werden.

Besseres Online-Angebot

Vierte Maßnahme: Der Online-Auftritt der Bürgerdienste soll verbraucherfreundlicher werden, kündigt Dahmen an. Bürger sollen schneller und einfacher auf die Seiten der Bürgerdienste kommen, Daten möglichst schon vorher eingeben können, um die Bearbeitung vor Ort zu beschleunigen. Es soll auch die Möglichkeit geben, kurzfristig freiwerdende Termine schneller erfassen zu können, kündigt Christian Uhr an. Dazu wird eine neue Software angeschafft.

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Klar ist: „All das geht nicht von heute auf morgen“, erkkärt Norbert Dahmen. Er hofft, das Ziel mit 45 Minuten maximale Wartezeit und zwei Wochen für Terminvergaben in einem Jahr erreicht zu haben.

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