Debatte um Wildwuchs und Müll geht weiter: Anwohner widerspricht der Verwaltung

rnSchulpark in Oespel und Kley

Die Vernachlässigung des Schulparks nervt Burkhard Rolf schon lange. Wie die Stadt auf seine Kritik reagierte, stößt ihm übel auf. Seit Freitag (16. 8.) ist der Anwohner aber glücklich.

Oespel, Kley

, 16.08.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Diskussion um Müll und Wildwuchs im und am Oespel-Kleyer Schulpark geht in die dritte Runde. Noch einmal meldet sich Anwohner Burkhard Rolf zu Wort, nachdem er bereits Anfang Juli die Zustände rund um die Grünpflege kritisiert hatte.

Was ihn diesmal umtreibt, ist die Antwort der Stadt zu diesem Thema, der er in einigen Punkten widerspricht: Falsch sei, so Rolf, dass die Grünanlagen regelmäßig einmal in der Woche im Auftrag des Tiefbauamtes durch Beschäftigte des Christophorus-Hauses gereinigt werden. „Sie zahlen vielleicht regelmäßig den Aufwand, nur ausgeführt wurde dieser schon seit mehreren Wochen nicht mehr“, schreibt Burkhard Rolf am 9. August.

Debatte um Wildwuchs und Müll geht weiter: Anwohner widerspricht der Verwaltung

Auch dieses Foto hat Burkhard Rolf, als er noch sehr verärgert war, erneut an die Stadt geschickt mit dem Kommentar: „Entschuldigen Sie bitte meine dumme Frage: Welche Arbeiten sind denn da wohl gemeint?" © Burkhard Rolf

„Bitten um Rückruf bei der Telefonzentrale laufen ins Leere“

Nicht richtig sei zudem, dass es keine weiteren Beschwerden an die Stadt Dortmund gebe. „Aber viele Bürger scheuen anscheinend den direkten schriftlichen Kontakt mit der Stadt, oder sind es einfach leid, am Telefon abgewimmelt zu werden, weil keiner Bescheid weiß oder weil kein Zuständiger zu erreichen ist“, so Burkhard Rolf.

Selbst Bitten um Rückruf bei der Telefonzentrale liefen ins Leere. „Sollen denn jedesmal Unterschriftslisten oder Petitionen bei Ihnen eingereicht werden? Werden denn in Dortmund Unterschiede zwischen Bürgern im Westen und in der Stadt gemacht?“, fragt der Bürger.

Den Kirchentag als Alibi für Versäumnisse der Grünpflege heranzuziehen, empfindet Rolf als Frechheit. „Wann war dieser denn noch mal? Wie lang hat er wohl gedauert?“

Dieser Bericht wurde am 16. August 2019 um Folgendes ergänzt:

Die Hartnäckigkeit von Burkhard Rolf hat sich ausgezahlt. Am Freitag (16. 8.) schickte er ein dickes Lob für die Verwaltung mit folgendem Inhalt an diese Redaktion:

„Dann muss ich auch mal die Verantwortlichen der Stadt Dortmund loben, dass sie es wahrlich geschafft haben, die Situation im Schulpark Oespel-Kley deutlich zu verbessern. Nach dem Rasenschnitt wurden heute endlich auch die Mülltonnen repariert und teilweise ersetzt, sogar mit neuen Mülltonnen mit Abdeckung, vorbildlich!

Nun kann der Bürger den Müll wieder ordentlich entsorgen und bei der Pflege der Grünflächen mithelfen! Der große Plastikmüllsack unter dem Baum im hinteren Teil des Parks liegt zwar immer noch da, aber wenn die Bäume im Herbst ihr Laub verlieren, wird auch er für die städtischen Entsorger sichtbar!“

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