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Defibrillatoren hängen an immer mehr Stellen in Dortmund

Herz-Kreislauf-Notfälle

Sie befinden sich in Schwimmbädern, am Flughafen, in Kaufhäusern: Defibrillatoren verbreiten sich immer weiter an öffentlichen Stellen der Stadt. Die medizinischen Schockgeber können im Notfall Leben retten. Wir erklären, wie sie funktionieren.

DORTMUND

, 28.07.2015 / Lesedauer: 3 min
Defibrillatoren hängen an immer mehr Stellen in Dortmund

Der Defibrillator ist durch aufgedruckte Piktogramme selbsterklärend.

Der erste Defibrillator wurde an der Leopoldstraße in der Nordstadt angebracht. Seit fast 15 Jahren hängt das Gerät dort griffbereit an der Information im Erdgeschoss. "Bisher kam der Defibrillator nicht einmal zum Einsatz", sagt Hausverwalter Jürgen Zedler. "Dass es diese Geräte gibt, macht ein gutes Gefühl", sagt Fred Weingard, Abteilungsleiter vom Einsatzdienst beim Roten Kreuz (DRK). 

Vor zehn Jahren waren DRK und BVB die ersten, die ein Bundesliga-Stadion flächendeckend mit Defis ausstatteten. Heute hängen fünf fest installierte Geräte in den sogenannten Hospitality-Bereichen (Bewirtungs-Stationen) des Signal Iduna Parks, 20 mobile Geräte tragen die Retter am Körper. BVB und DRK achten streng auf die Wartung. Die fest installierten Geräte werden zweimal im Jahr überprüft.

Zahl der Geräte unbekannt

In Kaufhäusern, am Flughafen, in Schwimmbädern: Über ganz Dortmund sind mittlerweile viele solcher Geräte verbreitet. Wie viele es aber insgesamt sind, ist unklar: Es liegt keine Anmeldepflicht für die Geräte vor, nur eine Wartungspflicht, die aber nicht kontrolliert wird. Der Verein Definetz aus Hamm trägt die ihm bekannten Standorte in einer Karte ein.

Deutschlandweit erliegen jährlich 96.000 Patienten dem plötzlichen Herztod, 263 Menschen pro Tag. Bei optimaler Reanimation durch Laien hätten viele von ihnen eine deutlich bessere Überlebenschance, sagt Notarzt Dr. Hans Lemke. Bei Kreislaufversagen zählt jede Minute. Über die 112 muss sofort der Notarzt alarmiert werden. Aber bis er vor Ort ist, gilt es, dem Akutpatienten zu helfen. Per Anweisung durch die Leitstelle am Telefon seien 2015 mindestens zehn Leben gerettet worden, überschlägt Dr. Lemke.

Defi erkennt den Herzrhythmus

Kommt ein Defibrillator zum Einsatz, kann das Gerät automatisch analysieren, ob es sich um einen kompletten Herzstillstand beim Patienten handelt oder um Kammerflimmern. Dann empfiehlt das Gerät „Schock“, und der Ersthelfer muss die Taste für die rettenden, gezielten Stromstöße drücken.

Die tragbaren, batteriebetriebenen Defis sind mit Piktogrammen versehen, die deutlich zeigen, an welcher Stelle des Körpers die benötigten Elek-troden aufgelegt werden müssen. Außerdem sagt ein Sprachmenü dem Defi-Benutzer exakt, was er tun muss.

So funktioniert der Defibrillator:

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