Delta dominiert: Dortmund ändert den Umgang mit der Corona-Variante

Coronavirus

Die Delta-Variante des Coronavirus dominiert mittlerweile auch in Deutschland. Das Dortmunder Gesundheitsamt ändert deshalb jetzt seinen Umgang mit der Variante, die besonders ansteckend ist.

Dortmund

, 15.07.2021, 14:01 Uhr / Lesedauer: 2 min
Welche Corona-Variante ist es? Das wird bei einem Teil der positiven Tests in Dortmund durch Labore mittels einer Sequenzierung geprüft.

Welche Corona-Variante ist es? Das wird bei einem Teil der positiven Tests in Dortmund durch Labore mittels einer Sequenzierung geprüft. © dpa

Die Delta-Variante macht mittlerweile drei Viertel aller Corona-Neuinfektionen in Deutschland aus. In Dortmund ist ihr Anteil mit bisher 57 Nachweisen bei 5898 Fällen mit Virusvarianten (Stand 14.7.) insgesamt noch nicht so hoch. Doch die Stadt Dortmund hat eine klare Erwartung, was die weitere Entwicklung angeht.

Stadtsprecher Frank Bußmann teilte am Mittwoch (14.7.) im täglichen Corona-Update mit: „Bezogen auf die Stadt Dortmund geht das Gesundheitsamt auch davon aus, dass die Delta-Virusvariante die bisher noch vorherrschende Alpha-Virusvariante B.1.1.7 zunehmend verdrängen wird - wie es im bundesweiten Trend zu beobachten ist.“

Keine besonderen Quarantäneregeln mehr bei Delta-Variante

Das hat Konsequenzen für den Umgang mit der Variante. Bereits seit dem 8. Juli gelten laut der Stadt Dortmund keine besonderen Quarantänemaßnahmen mehr bei einem Delta-Nachweis mehr, weil diese Variante laut RKI mittlerweile als verbreitet gilt.

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Zunächst galten für Delta-Fälle strengere Regeln, etwa bei Kontaktpersonen. In Dortmund gilt bei einem positiven PCR-Test auf SARS-Cov 2 weiterhin eine 14-tägige Quarantänepflicht.

Der Krankheitsverlauf der Delta-Variante sei vergleichbar schwer wie bei den bisherigen Virusvarianten. „Problematisch ist, dass viele Infizierte eine Symptomatik haben, die nicht von einem Erkältungsinfekt zu unterscheiden ist. Oftmals fehlen die Störungen des Geschmacks- oder Geruchssinnes“, schreibt Frank Bußmann.

Es sei davon auszugehen, dass die Diagnostik ohne eine Testung auf SARS-CoV-2 dadurch erschwert werde.

Zudem werden die einzelnen Fälle mit Altersangabe und Ursache der Infektion (Reise, Familie) nicht mehr täglich aufgelistet, sondern nur noch in der Gesamtzahl erfasst.

Nur wenige Proben werden sequenziert

Laut Frank Bußmann bleibe ein wichtiger Aspekt zu berücksichtigen. „Nur die Testungen, die durch das Dortmunder Gesundheitsamt veranlasst werden, werden immer sequenziert. Auf die Sequenzierung anderer Einsender wie die niedergelassene Ärzteschaft hat das Gesundheitsamt keinen Einfluss.“

Deshalb unterbleibe die Sequenzierung von positiven Tests häufig.

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Die so genannte Coronavirus-Surveillanceverordnung des Bundesgesundheitsministeriums schreibe abhängig von der aktuellen Zahl der Neuinfektionen die Sequenzierung von 5 oder 10 Prozent der Positivproben vor.

„Da die Sequenzierung einige Tage in Anspruch nimmt, bildet die tagesaktuell veröffentlichte Zahl der Virusvarianten nicht den realen Anteil am gesamten Infektionsgeschehen des jeweiligen Tages ab“, so Stadtsprecher Frank Bußmann.

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