Demonstranten wollen Cannabis legalisieren

Global Marijuana March

Einen Joint in aller Ruhe ohne Verbot in der Öffentlichkeit genießen, dafür haben sich am Samstag 100 Demonstranten in der Innenstadt eingesetzt. Sie haben am Global Marijuana March, einem weltweiten Protestzug, teilgenommen. Aufgerufen dazu hatte die Piratenpartei. Das Ziel: Drogen legalisieren.

DORTMUND

von Von Sebastian Schulte

, 05.05.2013, 14:39 Uhr / Lesedauer: 1 min
Demonstranten wollen Cannabis legalisieren

Diese Demonstranten setzen sich für die Freigabe von Marihuana als legale Droge ein.

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100 Demonstranten bei Marihuana-Kundgebung

Ein Recht auf Rausch für alle. So könnte man die Forderung der rund 100 Demonstranten beim Global Marihuana March zusammen fassen. Die Piratenpartei hatte zur Kundgebung durch die Innenstadt aufgerufen. Die Teilnehmer setzten sich für eine liberalere Drogenpolitik in Deutschland ein. Soll heißen: den Joint legalisieren.
05.05.2013
/
Die Demonstranten wollten auf die verfehlte Drogenpolitik der Bundesregierung aufmerksam machen.© Foto Menne
Sie wollen nicht nur, dass Marihuana, sondern auch andere Drogen legalisiert werden.© Foto Menne
Aktuell ist Cannabis die am häufigsten gebrauchte illegale Droge in Deutschland.© Foto Menne
Der Eigenanbau von Marihuana müsste ermöglicht werden, forderten die Teilnehmer.© Foto Menne
Es solle einen "staatlich kontrollierten Markt" für den Handel mit Gras geben.© Foto Menne
Die Piratenpartei setzt sich massiv dafür ein.© Foto Menne
Los ging die Demo an der Sparkassen-Hauptstelle und endete im Westpark.© Foto Menne
Die Legalisierung der Droge würde auch zu weniger Drogenkonsumenten führen, lautete die Argumentation.© Foto Menne
Die Demonstranten wollen ohne Ärger ihren Joint rauchen.© Foto Menne
Schlagworte Dortmund

Als „Global Marijuana March“ (weltweiter Marihuana-Protestzug) hat die Partei die Kundgebung angekündigt. Der NRW-Pirat Andreas Rohde, der im September für den Bundestag kandidiert, warf der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, „Ignoranz und Inkompetenz“ vor.

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100 Demonstranten bei Marihuana-Kundgebung

Ein Recht auf Rausch für alle. So könnte man die Forderung der rund 100 Demonstranten beim Global Marihuana March zusammen fassen. Die Piratenpartei hatte zur Kundgebung durch die Innenstadt aufgerufen. Die Teilnehmer setzten sich für eine liberalere Drogenpolitik in Deutschland ein. Soll heißen: den Joint legalisieren.
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Die Demonstranten wollten auf die verfehlte Drogenpolitik der Bundesregierung aufmerksam machen.© Foto Menne
Sie wollen nicht nur, dass Marihuana, sondern auch andere Drogen legalisiert werden.© Foto Menne
Aktuell ist Cannabis die am häufigsten gebrauchte illegale Droge in Deutschland.© Foto Menne
Der Eigenanbau von Marihuana müsste ermöglicht werden, forderten die Teilnehmer.© Foto Menne
Es solle einen "staatlich kontrollierten Markt" für den Handel mit Gras geben.© Foto Menne
Die Piratenpartei setzt sich massiv dafür ein.© Foto Menne
Los ging die Demo an der Sparkassen-Hauptstelle und endete im Westpark.© Foto Menne
Die Legalisierung der Droge würde auch zu weniger Drogenkonsumenten führen, lautete die Argumentation.© Foto Menne
Die Demonstranten wollen ohne Ärger ihren Joint rauchen.© Foto Menne
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„Der Eigenanbau muss ermöglicht werden“, rief Rohde den Teilnehmern zu. Gleichzeitig kritisierte er einige Krankenkassen, die „nach dem Gute-Laune-Prinzip“ in bestimmten medizinischen Fällen den Rausch per Rezept finanzieren würden – oder eben nicht. In der Tat wird von manchen Ärzten Cannabiskonsum bei Epileptikern befürwortet.

Rohde verwies auch auf die USA: Mehrere Bundesstaaten haben dort den Konsum der Droge legalisiert – zumeist aus medizinischen Gründen, mitunter aber auch als Genussmittel. Gustav Berger von der Grünen Jugend Dortmund setzte sich daher in seiner Ansprache für einen „staatlich kontrollierten Drogenmarkt“ ein. Ob es dadurch – wie er annimmt – „weniger Drogenkonsumenten und weniger Drogentote“ geben würde, müsste sich aber erst noch zeigen. Auch im Haschisch-toleranteren Nachbarland, den Niederlanden, versucht die dortige Regierung inzwischen, dem Drogen-Tourismus durch strengere Regeln Einhalt zu gebieten.                                                                                                                 

Cannabis als Heilpflanze
- Der Wirkstoff des Cannabis, THC (Tetrahydrocannabinol), beeinflusst das Zentralnervensystem des Menschen.
- Das Wort Marihuana stammt aus dem mexikanischen Spanisch.
- Die ersten Schriften zur medizinischen Nutzung von Cannabis gehen auf ein rund 4700 Jahre altes chinesisches Lehrbuch über Botanik und Heilkunst zurück. 
-  Cannabis ist laut Gesundheitsberichterstattung des Bundes hierzulande die am häufigsten gebrauchte und gehandelte illegale Droge.

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