Der Fußweg zu schmal, die Autos zu schnell – die Stadt sieht aber kein Gefahrenpotential

rnVerkehr in Nette

Seit vier Jahren kämpft Gerhard Latterner für einen breiteren Gehweg in Nette. Die Stadt sagt nein - und so äußert sich der Bezirksbürgermeister.

Nette

, 20.09.2019, 15:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Kinder überqueren die Straße im Kurvenbereich, wenn sie auf kürzestem Weg von der Schule nach Hause stürmen. Rentner schieben ihre Rollatoren über die Straße. Wenn der Kurvenbereich zugeparkt ist, erkennen sie kaum, ob der Weg frei ist. Solche Szenen beobachtet Gerhard Latterner schon lange an der Haberkamps Vöhde. Mehrmals forderte er die Stadt auf, den Gehweg zu verbreitern. Die Verwaltung sieht aber keinen Handlungsbedarf.

„Die bauliche Qualität der Straße erfordert derzeit keine Sanierung, so dass es unverhältnismäßig ist, den nördlichen Gehweg auf 1,50 m zu verbreitern“, so antwortete Stadtrat Martin Lürwer im Jahre 2015. Auch 2017 hieß es, dass die Situation einer Großstadt entspräche und es keine Verkehrsbehinderungen gäbe, sofern alle Verkehrsteilnehmer ordnungsgemäß parkten. Auch aktuelle Prüfungen ergaben „kein Gefahrenpotential“.

Politik widerspricht der Verwaltung

„Wir sehen das etwas anders“, betont Bezirksbürgermeister Wilhelm Tölch (SPD). „Die Autos fahren hier so schnell sie wollen. Wir würden uns eine Verkehrsberuhigung wünschen. Auch ein Parkverbot in der Kurve wäre eine gute Sache, um die Sicht zu verbessern. Eine Querungshilfe lässt sich aufgrund der Straßenführung schlecht einrichten. Gerade für gehbehinderte Menschen ist und bleibt die Straße gefährlich.“

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