Suchen Sie etwas aus der Evinger Vergangenheit? Der Geschichtsverein hat‘s

rnEvinger Geschichtsverein

Der Evinger Geschichtsverein hat nun auch das Archiv des Heimatvereins Holthausen in seinen Räumen. Geschichtsinteressierte haben dadurch neue Recherche-Möglichkeiten.

Eving

, 20.09.2019, 09:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Neulich kam eine ältere Dame zum Evinger Geschichtsverein und fragte, ob es im Archiv etwas zu dem alten Bunker auf der Zeche Fürst Hardenberg gebe. Dort habe sie im Krieg Schutz vor den Bomben suchen müssen. Sie habe nur noch eine sehr diffuse Erinnerung daran. Der Geschichtsverein konnte helfen. Ein paar Spuren zu diesem alten Bunker finden sich in der Tat im Archiv, das sich im Evinger Schloss am Nollendorfplatz befindet.

Archiv ist noch viel größer geworden

Und dieses Archiv ist sogar noch größer geworden. Weil der Heimatverein Holthausen seine Räume aufgeben musste, hatte er keinen Platz mehr für sein Archiv. Die zwischenzeitliche Unterbringung in einem Container war keine Lösung, weil es dort auf Dauer für ein Archiv zu feucht war.

Also boten die Holthausener ihre Schätze dem Evinger Geschichtsverein an, der sie gerne annahm. Schließlich finden sich darin so interessante Dokumente wie Abrisse über die Schulgeschichte in Holthausen, die Holthausener Hofgeschichten oder auch Ahnenlisten.

Suchen Sie etwas aus der Evinger Vergangenheit? Der Geschichtsverein hat‘s

Auch diese Chronik des (nicht mehr existierenden) SPD-Ortsvereins Eving I findet sich im Archiv des Geschichtsvereins Eving. © Andreas Schröter

Damit kann der Verein nun jedem, der sich für die Evinger Geschichte interessiert, ein noch breiteres Angebot machen, als das bisher ohnehin der Fall war.

Im nun vergrößerten Archiv befinden sich zum Beispiel Texte über den Kampf um die Alte Kolonie rund um den Nollendorfplatz von Pfarrer Bernd Süselbeck, der heute immer noch als Schatzmeister des Geschichtsvereins fungiert. Bekanntlich gab es in den 70er-Jahren Bestrebungen, die Siedlung abzureißen, um dort neue Altenwohnungen zu bauen. Dagegen gründete sich eine Bürgerinitiative, die sich schließlich durchsetzen konnte, sodass die Siedlung erhalten blieb.

Nachlass von Bezirksvorsteher August Wagner

Interessant ist auch der Nachlass des ehemaligen Evinger Bezirksvorstehers August Wagner, der den Geschichtsverein zusammen mit Hans-Peter Wolter im Jahr 1993 nach einem VHS-Seminar gegründet hatte.

Wichtig ist auch das riesige Fotoarchiv von Herman Kohl und Klaus Berger mit vielen Fotos des schon gestorbenen Günter van Elst.

Aber der Verein ruht sich nicht auf dem Vorhandenen aus. Er betreibt auch Forschung, wie die beiden stellvertretenden Vorsitzenden Dr. Volker Schacke und Wolfgang Skorvanek berichten. Aktuelles Projekt sind die Forschungen zur ehemaligen Ziegelei Nehme, die bis in die 60er-Jahre hinein bestand und damals wegen ihrer Nähe zum Tonmergel beste Bedingungen hatte. Heute gibt‘s dort das Biotop Winterkampweg.

Wer beim Evinger Geschichtsverein mitmachen will, kann jeden zweiten und vierten Montag im Monat ab 18 Uhr zu den Versammlungen im Evinger Schloss kommen. Auch im Internet ist der Verein vertreten: www.geschichtsundkulturverein-eving.de

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