Der „Heimathafen“ in der Speicherstraße wird deutlich teurer

Dortmunder Hafen

Die Realisierung des Sozial- und Kulturzentrum „Heimathafen“ an der Speicherstraße wird deutlich teurer als geplant. Jetzt will die Stadt beim Land zusätzliche Fördermittel beantragen.

Dortmund

, 14.02.2019, 04:19 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der „Heimathafen“ in der Speicherstraße wird deutlich teurer

Das alte Gebäude eines Fuhrunternehmens an der Speicherstraße soll sich unter dem Titel „Heimathafen“ in ein soziales und kulturelles Zentrum verwandeln. © Oliver Schaper

Eigentlich sollten an der Speicherstraße 15 schon längst die Handwerker aktiv sein, um das alte Gebäude eines Fuhrunternehmens in ein soziales Zentrum zu verwandeln. Doch das Projekt „Heimathafen“ ist mit Verzögerung in die Gänge gekommen. Und das hat jetzt Folgen. Denn es wird deutlich teurer als ursprünglich geplant.

Dazu beigetragen haben allerdings nicht nur die Verzögerungen bei der Realisierung des Projekts, weil die Baukosten konjunkturbedingt deutlich gestiegen sind, sondern auch die detaillierten Planungen. Denn nach aktuellen Untersuchungen muss die Statik des historischen Gebäudes verstärkt werden. Und auch ein Anbau für Sanitäranlagen ist nötig.

Knapp 6 Millionen Euro

Die Folge: Der Bewilligungsbescheid aus Städtebaufördermitteln über 3,7 Millionen Euro vom Oktober 2017 reicht nicht mehr aus, um die Kosten zu decken. Er geht auf eine Kalkulation vom Dezember 2016 zurück. Jetzt geht man von Gesamtinvestitionskosten von 5,97 Millionen Euro aus. Der Verwaltungsvorstand hat deshalb in seiner Sitzung am beschlossen, dem Rat vorzuschlagen, beim Land zusätzliche Fördermittel zu beantragen. Und natürlich steigt auch der zehnprozentige Kostenanteil der Stadt – von 370.000 Euro auf 597.000 Euro.

Unabhängig von der Finanzierungsfrage soll der Umbau des alten Lagerhauses aus den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts, in dem einst ein Fuhrunternehmen mit Pferden und Wagen zuhause war, im Herbst dieses Jahres starten. Bis 2022 soll in dem Komplex unter dem Titel „Heimathafen“ ein Beratungs- und Bildungszentrum vor allem für Zuwanderer in der Nordstadt entstehen. Auch kulturelle Angebote wie Kurse der Musikschule und Gastronomie sind geplant. Träger des Projekts ist die Stiftung Soziale Stadt.

Gesamtumbau der Speicherstraße

Der „Heimathafen“ wäre ein Bestandteil der Belebungspläne für die gesamte Speicherstraße. Wie berichtet, sollen in alten Speichergebäuden direkt am Hafenbecken ein Gründerzentrum und ein Zentrum für digitale Medien entstehen. In einem Nachbargebäude könnte die von Schauspiel-Chef Kay Voges geplante Akademie für Digitalität und Theater unterkommen.

An der nördlichen Speicherstraße, die verlegt wird, sollen schließlich Neubauten für die Hafenverwaltung und Unternehmen entstehen. „Die Speicherstraße wird in den nächsten Jahren ein Hotspot für Investitionen werden“, zeigte sich Oberbürgermeister Ullrich Sierau am Dienstag überzeugt.

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