Der neue Oberbürgermeister wird noch nicht ins Rathaus einziehen

rnNach der Kommunalwahl

Ende Oktober übergibt Oberbürgermeister Ullrich Sierau sein Amt an den neu gewählten OB Thomas Westphal. Die neue Amtsperiode ist mit vielen Änderungen verbunden - auch räumlich.

Dortmund

, 28.09.2020, 18:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wenn Oberbürgermeister Ullrich Sierau am 31. Oktober sein Büro in der zweiten Etage des Rathauses räumt, wird er den Schlüssel wohl nicht an Thomas Westphal übergeben. Denn der wird sein OB-Büro gut 200 Meter weiter südlich einrichten - in einem Bürohaus am Südwall.

Die weitsichtige Planung will es, dass der Start der neuen Rats- und Amtsperiode mit der Räumung des Rathauses verbunden ist. Denn das wird nach gut 30 Jahren in den nächsten zwei Jahren für rund 34 Millionen Euro umfassend saniert.

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Dazu gehört, dass sämtliche Büros verlegt werden. Zum Interims-Rathaus wird das Bürogebäude der Volkswohl Bund-Versicherungen am Südwall 21. Der hat seine bislang dort beheimateten Abteilungen in den Neubau unmittelbar neben der Volkswohl-Bund-Hauptverwaltung umgesiedelt. Das alte Bürogebäude ist nun frei und an die Stadt vermietet.

Kisten werden schon gepackt

Hier kommen neben dem OB-Büro und einigen Stabsstellen auch die Bürgermeister-Büros und die Ratsfraktionen unter. Dort hat man auf der dritten Rathaus-Etage teilweise schon damit begonnen, die Umzugskisten zu packen. Mitte Oktober werden die ersten Fuhren dann auf die andere Seite des Südwalls gebracht. Offiziell soll der Betrieb im Interims-Rathaus Ende November beginnen.

Das Dortmunder Rathaus soll zwei Jahre lang saniert werden.

Das Dortmunder Rathaus soll zwei Jahre lang saniert werden. © Hans Blossey

Der Rat der Stadt wird dort allerdings nicht tagen. Er kommt vorübergend bei den Westfalenhallen unter - in der früheren „Schwemme“ unterhalb der Halle 1 (die viele noch als Halle 2 kennen). Hier findet dann am 12. November die erste Sitzung des neuen Rates statt.

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Einen Vorgeschmack auf den neuen Sitzungsort haben die Politiker bereits bekommen. Schon im Juni fand die Ratssitzung in den Westfalenhallen, allerdings in der Halle 2 (ehemals Halle 3a) statt. Dort wird der alte Rat auch am 8. Oktober noch einmnal zu seiner letzten Sitzung zusammenkommen.

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Der Sitzungsort hat in diesen Fällen allerdings noch nichts mit der Räumung des Rathauses zu tun, sondern mit der Corona-Pandemie. Denn der eigentliche Ratssaal ist zu klein, um den Rat in voller Besetzung mit dem nötigen Corona-Abstand tagen zu lassen. Das ist nur in einer großen Messehalle möglich.

Erst im November 2022 sollen dann der Rat mit allen Fraktionen, das Oberbürgermeister-Amt und andere Nutzer des Rathauses wieder ins frisch sanierte Gebäude am Friedensplatz einziehen. Dann möglichst auch ohne Corona-Beschränkungen.

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