Der Ruhrpott hat zu viel Wörter mit erhöhten Nässefaktor inne Aussprache

rnGlosse: Wenn Sie Günna fragen...

Wenn Sie Günna fragen, hat Günna immer eine ganz eigene Sicht auf die Dinge. Immer ehrlich, immer direkt, immer Dortmund. Thema diesmal: Infektions-Gefahr wegen nasser Aussprache im Ruhrpott

von Bruno "Günna" Knust

Dortmund

, 21.11.2020, 10:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Hömma, Fritz, wir ham ja in Doatmund grade widda erschreckend hohe Ansteckungszahlen und du muss verdammt achtgeben weil es einen selber auch jeden Tach erwischen könnte. Da kannze noch so viele Lockdowns mit Jo-Jo-Effekt anordnen und alle Weihnachtsmärkte absagen abba dat menschliche Verhalten iss voll mit verrückte Tücken dat die Ansteckungsfreiheit so sicher macht wie deine Daten bei Facebook.

Dat allerneuste wat ich gehört hab iss warum die Masken so enorm wichtich sind bei Gespräche mit Fremde auffe Strasse genau wie auffe Arbeit odda auffe Feier. Die deutsche Sprache und speziell unsere im Ruhrpott hat nemmlich zu viel Wörter mit erhöhten Nässefaktor inne Aussprache und wenn der feuchte Sprachnebel auch noch virenschwanger iss hat dich die Ansteckungsgefahr voll im Fadenkreuz. Dann surfen winzich kleine Corona-Viren fröhlich auf Aerosol-Tröpfchen durche Lüfte und suchen sich ne neue Heimat.

Aerosolexplosive Zisch und Poplaute im Pott

Bumms bisse infiziert odda „infisziert“ wie wir Hobby-Virologen sagen. Dat ham Forscher vonne Karl Loudercreek-University in Desinfection irgendwo im Bundesstaat Santa Corona inne USA rausgefunden und die meinen dat wir zu viel aerosolexplosive Zisch und Poplaute benutzen die den Feuchtigkeitsgehalt der Aussprache gefährlich erhöhen und dat grade im Pott mehr gezischt und gespuckt würde als woanders.

Cevapcici mit Zwetschgenzweigschnaps sollze dringend nur mit Maske bestellen abba weil Restaurants ja grade geschlossen sind iss dat Risiko relativ gering.

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Da sind die unbelehrbaren Patty-Völker im Städtchen schon gefährdeter wennse trotz Kontaktverbote mit zu laute Tschinderassa-Bums-Musik ohne Maske vorm Kopp beim Kollege Tschatschinski inne Wohnung am Feiern sind worauf sie der Nachbar als astreine Tröpfchen-Schleuder mit Schprachfehler beide Polizei verpetzt weil man dat ewige Tschingde-Tschatscha-Bums bis auffe Tschrasse hört und er darum nich tschlafen kann.

Zack iss der Inzidenzwert widda gestiegen. Jodeln mit weit offene Schnute iss übrigens noch tausendmal gefährlicher abba damit ham wir Ruhrpöttler zum Glück keine Verträge und deswegen fällt dat als potentielles Risiko schomma weg. Gottseidank.

Infektions-Gefahr vonne Betonung reduzieren

Hömma, Fritz, grundsätzlich könntesse die Infektions-Gefahr wegen nasse Aussprache reduzieren indem du vonne Betonung dat harte P gezielt als weiches B sprichst wie dat im bayrischen Frankenland üblich iss.

Abba im Ernst: Bevor ich so schräg daher schnaddere wie Lothar Matthäus halt ich lieber konsequent die Klappe. Weil ich Doatmunda bin. Und Menschenfreund. Prost.

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