Deutschlands modernste Leitstelle steht in Dortmund

Feuerwehr

Die Leitstelle der Dortmunder Feuerwehr ist zurzeit Deutschlands modernste Kommunikationszentrale für Löschzüge und Rettungsdienst - jetzt ist sie in Betrieb gegangen. Wir haben hinter die Kulissen geblickt.

DORTMUND

von Von Peter Bandermann

, 04.02.2011, 05:07 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Übersicht haben und die Übersicht behalten - moderne Technik unterstützt die Disponenten, die wie Flutlotsen stressresistent arbeiten müssen.

Die Übersicht haben und die Übersicht behalten - moderne Technik unterstützt die Disponenten, die wie Flutlotsen stressresistent arbeiten müssen.

„Die arbeiten hier wie die Fluglotsen. Ich habe großen Respekt davor“, sagte Kämmerer und Brandschutzdezernent Jörg Stüdemann am Donnerstag bei der offiziellen Übergabe der Mitte Januar ans Netz gegangenen neuen Leitstelle. Zehn Disponenten, die in dem Neubau an der Steinstraße nicht nur die Kommunikationstechnik bedienen, sondern aus Praxisgründen Einsätze fahren müssen, nehmen die Notrufe entgegen. Ob Herzinfarkt, Wohnungsbrand, Verkehrsunfall, Glatteis oder Hochwasser – Deutschlands modernste Feuerwehr-Leitstelle bietet den Beamten topmoderne Technik und ergonomisch gestaltete Arbeitsplätze. Bis zu vier Stunden arbeiten die Einsatzkräfte in der Leitstelle – dann müssen sie eine Pause einlegen.

Vier Monitore unterstützen die Disponenten beim Erkennen und Entscheiden. Auf einem elektronischen Stadtplan können sie den Anrufer orten. „Das hat uns schon geholfen, als ein Bootskapitän auf dem Dortmund-Ems-Kanal einen Notfall gemeldet hat, aber nicht wusste, wo er sich gerade befand“, erläutert Dienstgruppenleiter Thomas Schürer die Vorteile. Nahezu alle Entscheidungen überträgt der Disponent auf diese Weise: Löschzüge, Rettungswagen und Notärzte erhalten für den Einsatz wichtige Informationen durch eine Datenleitung übermittelt. Für das Versagen der Elektronik gibt es zwei Rückfallebenen mit konventioneller Technik: das klassische Telefon und den Funk.

Doch das ist die Ausnahme. In der Regel kommuniziert der Feuerwehrmann (oder die Frau) mit seinen Kollegen draußen über einen „Touchscreen“. Dieser in Feldern auf Berührungen reagierende Bildschirm funktioniert, technisch gesehen, wie ein Geldautomat. Darüber schickt die Leitstelle die Alarmsignale an die 28 Wachen in der Stadt. Neben dem Nervenzentrum der Feuerwehr liegt der Stabsraum. Dort entscheidet der Einsatzleiter u. a. bei Großeinsätzen und Katastrophen im Kreis von vielen Beratern. Da ist es dann so richtig unruhig. Eine Klimaanlage hilft an heißen Tagen, kühlen Kopf zu bewahren.

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