DEW 21 erzielt starkes Jahresergebnis für 2016

Plus 18 Prozent im Kerngeschäft

Dortmunds Energieversorger DEW 21 hat gute Zahlen für das Geschäftsjahr 2016 vorgelegt: Im Kerngeschäft erzielte DEW ein Ergebnis von 62,6 Millionen Euro vor Ertragssteuern - 18 Prozent mehr als im Vorjahr. Zu verantworten hatte das Geschäftsjahr noch Frank Brinkmann. Der DEW-Chef wurde allerdings im März abberufen.

DORTMUND

, 14.06.2017 / Lesedauer: 3 min
DEW 21 erzielt starkes Jahresergebnis für 2016

Blick auf die Zentrale von DEW 21, die sich neben dem Adlerturm befindet.

Die Dortmunder Energie- und Wasserversorgung (DEW 21) hat am Mittwoch (14. Juni) über ihr Geschäftsergebnis für 2016 informiert. Es fällt gut aus, liegt vor Ertragssteuern im Kerngeschäft mit 62,6 Millionen Euro 18 Prozent über dem Vorjahr (53,1 Millionen Euro). Geplant hatte DEW mit 56 Millionen Euro. 

Üblicherweise wurde Ergebnis im März genannt - diesmal nicht

Üblicherweise hatte DEW über das Ergebnis des Vorjahres immer schon im März informiert. Diesmal nicht. Denn im März wurde DEW-Vorstandschef Frank Brinkmann vom Aufsichtsrat vorzeitig abberufen. Parallel zum Rauswurf Brinkmanns die unter seiner Führung zustande gekommenen guten Zahlen zu kommunizieren, das wollte der Aufsichtsrat unter Vorsitz von Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau nicht.

Brinkmann hatte wegen seiner Dauerfehde mit Guntram Pehlke, dem Chef der DEW-Mutter DSW 21, seinen Hut nehmen müssen. Nachfolgerin von Brinkmann wird zum 1. Juli 2017 Heike Heim, die bislang Vorstandsvorsitzende der Energieversorgung Offenbach AG ist. 

Umsatzerlöse aus Strom- und Gasverkauf gesunken

In seiner Sitzung am Dienstag (13. Juni) hat der Aufsichtsrat die DEW-Geschäftsführung einstimmig entlastet. Positive Effekte auf das Jahresergebnis, heißt es in einer DEW-Pressemitteilung, hätten vor allem Einsparungen bei Personal- und Materialaufwand sowie die bezogenen Fremdleistungen gehabt. 

Auf der anderen Seite musste DEW eine zusätzliche Rückstellung für die Beteiligung am Erdgasspeicher in Epe in Höhe von 29,1 Millionen Euro verkraften. Zudem löste DEW Finanzierungsverpflichtungen in Höhe von 17,8 Millionen Euro für das Pannenkraftwerk Gekko vorzeitig ab; auch Darlehen in Höhe von 42 Millionen Euro wurde zurückgezahlt. 

Die Umsatzerlöse von DEW 21 aus dem Verkauf von Strom und Gas gingen von 942,2 Millionen Euro (2015) auf 849,8 Millionen Euro (2016) deutlich zurück. Beim Strom verkaufte DEW beispielsweise weniger an andere Stadtwerke, verzeichnete aber auch Rückgänge im Privat- und Industriekundenbereich. Auch der Erdgasabsatz sank trotz der kühlen Witterung im Geschäftsjahr 2016. 

Strom- und Erdgaspreise bei DEW bleiben 2017 stabil

Im Geschäftsbericht für 2016 legt sich DEW übrigens fest: Der Strom- und Erdgaspreis für Kunden wird im laufenden Jahr nicht erhöht. Wie es ab 2018 aussieht, könne man noch nicht sagen, hieß es auf Anfrage. 

In Dortmund hat DEW 21 einen Marktanteil bei den Strom-Haushaltskunden von 82,7 Prozent sowie bei den Erdgas-Haushaltskunden von 81,4 Prozent. 

Beim Geschäftsergebnis für 2017 strebt DEW laut Geschäftsbericht ein Ergebnis vor Ertragssteuern in Höhe von 58 Millionen Euro an. 

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