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DEW-Aufsichtsrat einstimmig für Ausstieg bei Gekko-Kraftwerk

100-Millionen-Euro-Verlustgeschäft

Es wäre das Ende eines 100-Millionen-Euro-Verlustgeschäfts: Der Aufsichtsrat des Dortmunder Energieversorgers DEW hat sich in seiner Sitzung am Dienstag einstimmig für den Ausstieg aus dem Pannenkraftwerk Gekko in Hamm ausgesprochen. Doch noch muss der Rat der Stadt der DEW-Empfehlung zustimmen.

DORTMUND

, 25.11.2015 / Lesedauer: 2 min
DEW-Aufsichtsrat einstimmig für Ausstieg bei Gekko-Kraftwerk

Das Gekko-Kraftwerk in Hamm ist ein großes Verlustgeschäft für DEW.

Das ließ Oberbürgermeister Ullrich Sierau als Aufsichtsratsvorsitzender mitteilen. Darüber hinaus erklärte Stadtsprecher Michael Meinders auf Anfrage, dass sich die RWE-Vertreter im Aufsichtsrat bei der Abstimmung enthalten hätten. DEW-Teilhaber RWE hatte bei Gekko 23 Stadtwerke mit ins Boot genommen. Alle wollen trotz der hohen Verluste aussteigen.

DEW21 muss mit dem Ausstieg fast 100 Millionen Euro in den Wind schreiben. Doch weiter an dem Gemeinschafts-Steinkohlekraftwerk festzuhalten, würde vermutlich deutlich teurer werden – bis zu 150 Millionen Euro. Neben den von DEW21 bereits für diesen Fall gebildeten Rückstellungen in Höhe von 65 Millionen Euro wird der Vollausstieg aus Gekko das DEW-Jahresergebnis 2015 mit einem weiteren Verlust von 31,4 Millionen Euro belasten.

Rat ist grundsätzlich für Ausstieg

Der Rat muss in seiner Sitzung am 10. Dezember entscheiden, ob er der Ausstiegs-Empfehlung von DEW folgt. Doch schon im September hatte er sich mehrheitlich im Grundsatz dafür ausgesprochen, die Reißleine zu ziehen. 

Das Gemeinschaftskraftwerk Gekko machte in den vergangenen Jahren eigentlich nur negative Schlagzeilen: Technische Probleme und Baumängel verzögerten immer wieder die Inbetriebnahme der beiden Kraftwerksblöcke. Die Energiewende verschärfte zudem das Rentabilitätsproblem durch die Marktpreisrisiken beim Strom.

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