DEW denkt über Kostensenkung im Sommer nach

Gaspreis

Der Einkaufspreis für Gas ist in den vergangenen Monaten deutlich gesunken. Manche Energieversorger senken in der Folge den Gaspreis, den ihre Kunden zahlen müssen. Die Dortmunder Energie- und Wasserversorgung macht das weiterhin nicht. Man denke aber "über eine Kostensenkung im Sommer nach".

DORTMUND

, 30.03.2016 / Lesedauer: 3 min
DEW denkt über Kostensenkung im Sommer nach

Gaskunden können durch einen Tarif- oder Anbieterwechsel mitunter viel Geld sparen.

Laut des Online-Vergleichsportals Check24.de haben 243 von über 700 Grundgasversorgern in Deutschland 2016 ihre Preise gesenkt oder angekündigt, dies zu tun. DEW 21, auch ein Grundversorger, hat zum 1. Januar 2016 den Gaspreis nicht gesenkt. Auch zum 1. April sinkt der Preis nicht. 

DEW kauft Gas etwa vier Jahre im Voraus

Dass andere Versorger die Preise senken, kommentierte DEW-Sprecherin Martina Sprotte auf Anfrage so: "Es mag sein, dass andere Versorger Gas kurzfristiger einkaufen." 

Wer kurzfristig Gas kauft, zahlt aktuell deutlich weniger, als DEW vor Jahren. Sprotte zufolge kaufe DEW Gas etwa vier Jahre im Voraus: "Wir müssen die Versorgungssicherheit vor Ort garantieren. Das verpflichtet uns zu vergleichsweise konservativem Handeln und langer Vorausschau." Kleinere Stadtwerke bräuchten kleinere Mengen, die sie sich vielleicht eher kurzfristig besorgen können – das könne DEW als großer Versorger nicht.

Trotzdem bleibt die Frage, wann auch die DEW den gesunkenen Gas-Einkaufspreis an ihre Kunden weitergibt. Im Mai wird sich nichts tun - sonst hätte die DEW ihre Kunden bereits informiert. Aber wie sieht es für Juni, Juli oder später im Jahr aus? "DEW 21 denkt über eine Kostensenkung für ihre Kunden im Sommer nach", sagt Sprecherin Sprotte.

Vergleichsportale bieten Überblick für Tarif- und Anbieterwechsel

Die Kunden dürften auf ein Ergebnis der Überlegungen gespannt sein. Wer nicht bloß abwarten will, kann sich umsehen, welche Ersparnis ein Tarif- oder eben ein Anbieterwechsel beim Gas bringt. Nicht selten können Kunden je nach Verbrauch und Flexibilität (zum Beispiel bei einem reinen Online-Vertrag) schnell 100, 200 Euro und mehr sparen.

Einen guten Überblick bieten Portale wie Check24.de, Deine-versorger.de oder Verivox; nicht nur auf Preise, sondern zum Beispiel auch auf das Umwelt-Engagement und den Service des Versorgers blickt die Seite Energieverbraucherportal.de.

Eine rechtliche Beratung zum Anbieterwechsel (für 9 Euro, nur nach Terminvereinbarung unter Tel. 0231/72 09 17 01) bietet die Verbraucherzentrale in Dortmund an. 

"Noch immer sind viele Verbraucher im falschen Tarif."

Laut Volker Mahlich von der Verbraucherzentrale Dortmund gilt: "Noch immer sind viele Verbraucher im falschen Tarif." Sprich, sie stecken etwa im DEW-Grundversorgungstarif "Unser Erdgas.aktiv", obwohl auch andere DEW-Tarife deutlich günstiger sind.

Für die Suche nach einem neuen Tarif oder Anbieter auf den Vergleichsportalen rät Mahlich, auf die Voreinstellungen zu achten. Er empfiehlt für Verträge nicht zu lange Laufzeiten und kurze Kündigungsfristen. Häufig seien in Angeboten Boni eingerechnet, die Kunden im ersten Jahr erhalten. Mahlich: "Im zweiten Jahr ist kein Bonus drin – dann liegt man wieder über dem Preis des ursprünglichen Anbieters."

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