DEW laufen die Kunden davon

DORTMUND Die Dortmunder sind beim Energieanbieterwechsel träge? Von wegen. Immer mehr Verbraucher spielen offenbar mit dem Gedanken, dem Marktführer DEW den Rücken zu kehren.

von Von Achim Roggendorf

, 01.06.2008, 19:53 Uhr / Lesedauer: 1 min
Steigende Strompreise: Ein Anbieterwechsel kann helfen.

Steigende Strompreise: Ein Anbieterwechsel kann helfen.

Verbraucherschützer Volker Mahlich bestätigt den Trend: Die Wechselbereitschaft sei größer denn je. Die Verbraucher hätten realisiert, dass sie wechseln könnten, ohne dass der Strom ausfalle oder kein Gas mehr durch die Leitungen ströme. Wie hoch der Anteil der Strom- und Gaswechsler mittlerweile ist, dazu kann die Verbraucherzentrale allerdings keine Angaben machen. Und „Platzhirsch“ DEW lässt sich nicht in die Karten blicken. Für zusätzliches „Wechselfieber“ sorgt laut Mahlich die jüngste Ankündigung von DEW, die Gaspreise zum 1. Juli um knapp zehn Prozent zu erhöhen. Das habe einen „Ansturm“ verunsicherter Kunden ausgelöst.

Billiger als der lokale Marktführer

Profiteure des Wechselwillens sind neue, konkurrierende Anbieter wie Nuon. Die holländische Firma mischt seit heute auf dem Dortmunder Strommarkt mit. Mit dem Slogan „lekker Strom“ macht Nuon Jagd auf Kunden, denen ihr Strom zu teuer geworden ist oder ihr Lieferant nicht mehr sympathisch genug. Die Strom-Lieferungen sollen eigenen Angaben zufolge günstiger sein als „der Haupttarif des lokalen Marktführers“, also DEW. Nuon ist in der Branche kein Unbekannter. Das Unternehmen ist seit Januar 2006 auf dem deutschen Markt aktiv. Für das Strom-Angebot gibt es eine Preisgarantie von einem Jahr.

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