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DEW21 macht trotz Gekko-Verlust ein 53-Millionen-Plus

Kommunaler Energieversorger

Die Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH hat 2015 trotz der Verluste durch den Ausstieg aus dem Pannenkraftwerk Gekko das geplante (vorläufige) Ergebnis geliefert: DEW machte ein Plus von 53,1 Millionen Euro. Das Geld erhalten die Anteilseigener DSW 21 und RWE. Probleme bereitete der milde Winter.

DORTMUND

, 18.03.2016 / Lesedauer: 3 min
DEW21 macht trotz Gekko-Verlust ein 53-Millionen-Plus

Die DEW21-Zentrale an der Günter-Samtlebe-Platz am Ostwall.

2015 musste die Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW 21) den teuren Ausstieg aus dem verlustreichen Gemeinschaftskraftwerk Steinkohle (Gekko) zahlen. Obendrein sorgte der milde Winter für Einbußen. Als „turbulent“ bezeichnete daher am Freitagnachmittag DEW-Vorstands-Chef Dr. Frank Brinkmann das vorige Jahr, nachdem er dessen Ergebnis dem Aufsichtsrat vorgelegt hatte.

Nach vorläufigen Zahlen hat DEW 53,1 Millionen Euro vor Steuern erwirtschaftet. Damit habe man sich – so Brinkmann - „einmal mehr als verlässliche Säule“ beweisen können. Als Säule für die Gesellschafter DSW 21 (60,1 Prozent) und RWE (39,9 Prozent), die das Geld erhalten. 

Winter sorgt für Umsatzeinbrüche in zweistelliger Millionenhöhe

Der Gekko-Betrieb belastete DEW mit 12,6 Millionen Euro, der Ausstieg kostete (im Jahr 2015) noch einmal 31 Millionen Euro. Zudem, so teilte DEW mit, hätten zusätzliche Pensionsrückstellungen in Millionenhöhe zu Buche geschlagen. Der warme Winter, in dem die Kunden weniger heizten, habe für Umsatzeinbrüche in zweistelliger Millionenhöhe gesorgt. 

Von all dem würden die Gesellschafter aber nicht spüren, so Brinkmann. Man könne die Verluste „unter anderem mit 40 Mio. Euro noch aus eigenen Reserven ausgleichen“. DEW hat mehrere Fonds aufgelöst. Zudem wurde durch den Verkauf von Flächen im Ruhrtal ans Land NRW Geld in die Kasse gespült.

Investitionen von über 500 Millionen Euro stehen an

Allerdings stehen bei DEW mittelfristig Investitionen von über 500 Millionen Euro an. Daher, so Brinkmann, sei man „dankbar, dass die Gesellschafter im Sinne von ‚Schütt aus-Hol zurück‘ der DEW 21 einen Teil der Reservenausschüttung als Einlage wieder zur Verfügung stellen wollen.“ Bei dem genannten Verfahren überweist DEW zunächst das Geld – und erhält einen Teil davon zur Stärkung des eigenen Kapitals wieder zurück. 

Weil November und Dezember 2015 die wärmsten November- und Dezember-Monate seit Beginn der Wetteraufzeichnung waren, sanken die Absätze von DEW bei Strom und Gas. Allerdings habe man das kompensieren können, in dem man im Handelskundenbereich – also zum Beispiel an andere Stadtwerke – mehr verkaufte. 

Die wichtigsten Zahlen:

•    Der Stromabsatz stieg 2015 insgesamt im Vergleich zu 2014 um 462,3 Mio. kWh auf 4.317,1 Mio. kWh (+12 Prozent). Die Umsatzerlöse sanken um 1,1 Millionen Euro auf 464,4 Millionen Euro  •    Der Erdgasabsatz stieg um 843,0 Mio. kWh auf 5.091,4 Mio. kWh (+ 19,8 Prozent). Die Umsatzerlöse lagen mit 197,6 Mio. Euro um 12,5 Mio. Euro über dem Vorjahresniveau (+ 6,7 Prozent).  •    Der Wärmeabsatz betrug 2015 585,0 Mio. kWh und stieg damit um 73,0 Mio. kWh. Der Umsatz stieg um 2,2 Mio. Euro (+ 5 Prozent) auf 46,9 Mio. Euro •    Der Wasserabsatz stieg im Jahr 2015 auf 42,8 Mio. Kubikmeter leicht an. Die Umsatzerlöse stiegen um 3,6 Mio. Euro auf 82,8 Mio. Euro gestiegen (+4,6 Prozent).

Den endgültigen Jahresabschluss legt der DEW-Vorstand dem Aufsichtsrat Mitte Juni vor. 

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