Diabetes-Forum bestens besucht

DORTMUND Auch das sechste Diabetes-Forum lockte geschätzte 2000 Betroffene, Angehörige und Interessierte am Samstag in das Keuning-Haus. Hier konnten sie sich über neueste Entwicklungen informieren, Messungen vornehmen lassen und viele Fachgespräche führen. An Dutzenden Ständen klärten Pharmazeuten, Selbsthilfegruppen und Ärzte auf.

von von Johannes Franz

, 13.04.2008, 16:16 Uhr / Lesedauer: 1 min
Diabetes-Forum bestens besucht

Vor allem die Messstände waren beim Diabetes-Forum dicht umlagert.

„Zuckerkranke sind im Grunde genauso gesund wie andere Menschen“, macht Ute Brüggemann Mut. „Es fehlt ihnen nur etwas Insulin im Blut“, fuhr die Diabetesberaterin vom Knappschaftskrankenhaus fort.“

Depressionen

„Zum bereits sechsten Mal fand am vergangenen Samstag das Diabetes-Forum statt, das den Menschen helfen soll, leichter mit Diabetes leben zu können. An Dutzenden Ständen informierten Pharmazeuten, Selbsthilfegruppen und Ärztegemeinschaften über neueste Erkenntnisse und Errungenschaften. Die LWL-Klinik Dortmund machte zum Beispiel auf den Zusammenhang zwischen Diabetes und Depressionen aufmerksam.

Verhaltenstherapie

Eine neue Studie der Ruhr-Universität Bochum hätte ergeben, dass Menschen mit Diabetes doppelt so häufig wie andere von depressiven Entwicklungen eingeholt würden. Inzwischen gibt es für Zuckerkranke auch eine gesonderte Verhaltenstherapie. Aussteller bewarben im Atrium des Dietrich-Keuning-Hauses die neuesten Geräte zur Ermittlung des Blutzuckers oder die modernsten Insulin-Pumpen. Zudem drängten sich die Besucher um die Stände des Dortmunder Diabetes Netzes oder der Berater in Sachen Fußpflege. Diese bereitet vor allem älteren Betroffenen häufig Probleme.

Richtige Ernährung

Am meisten genutzt wurden aber die Informationsveranstaltungen in den Räumen des Keuning-Hauses. Dort ging es um Herzinfarkt- oder Schlaganfall-Risiken, Nervenstörungen oder Hormonstörungen. Vor allem aber über die richtige Ernährung erkundigten sich die Besucher. Eva Magera, ebenfalls Diabetes-Beraterin am Knappschaftskrankenhaus, machte aber in ihrem Vortrag sofort darauf aufmerksam: „Die eine und für alle geltende Diabetiker-Ernährung gibt es nicht.“ Nur eines sei für alle wichtig: „Ernährung in Maßen.“ Diabetiker mit Übergewicht sollten auf jeden Fall ihr Gewicht reduzieren. „Drei bis fünf Kilo weniger verbessern den Stoffwechsel bereits deutlich.“

Eiweißreich

Ute Brüggemann fuhr fort: „Essen sie zur Gewichtsreduzierung sehr eiweißreich: Mageres Geflügel ohne Haut, mageres Wild oder mageren Fisch.“ Um Aal, Makrele oder Hering sollte man wegen des hohen Fettgehaltes aber einen Bogen machen. Auch von Diabetiker-Schokolade oder Diät-Leberwurst riet sie ab: „Beides enthält viel Fett und ist daher schlecht für die Gewichtsreduzierung.“ 

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