Die Ausbildungsmesse im Dietrich-Keuning-Haus geht in die dritte Runde

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Am 14. Mai startet die dritte Ausbildungsmesse der Nordstadt im Dietrich-Keuning-Haus. Die Messe fand in den vergangenen Jahren eine gute Resonanz und soll auch 2019 ein Erfolg werden.

von Alexandra Wachelau

Nordstadt

, 02.05.2019, 10:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am 14. Mai wird es wieder voll im Dietrich-Keuning-Haus (DKH): Letztes Jahr haben sich über 700 Jugendliche bei der Ausbildungsmesse der Nordstadt informiert und beraten lassen. Dieses Jahr, so prophezeien es die Veranstalter, werden es wahrscheinlich noch mehr werden.

„Wir waren uns am Anfang nicht sicher“, gibt Stadtdirektor Jörg Stüdemann zu, der als Schirmherr der Veranstaltung fungiert. „Wir haben uns gefragt: Funktioniert das überhaupt? Findet es Resonanz?“ Inzwischen können die Veranstalter nur von einem „Riesenerfolg“ sprechen: Allein schon die Räumlichkeit seien dieses Jahr endgültig voll, so Aysun Tekin von „Unternehmen.Bilden.Vielfalt“. „Wir haben schon überlegt, nächstes Jahr nach draußen auszuweichen“, sagt Murat Koc von der Kausa-Servicestelle in Dortmund und lacht.

Regionale Unternehmen mit Zuwanderungsgeschichte sorgen für Vielfalt

Mit dem Motto „Deine Zukunft – nach der Schule“ bietet die Ausbildungsmesse dabei alles, um sich mit den großen Ausbildungs- und Jobmessen in Dortmund zu messen: umfangreiche Informationen über Berufsgruppen, Coaching bei der Bewerbung, Unternehmen vor Ort. Die Messe sei dennoch einzigartig, so Stüdemann. 44 potentielle Ausbildungsunternehmen sind vor Ort, davon besteht ein Großteil aus kleinen und mittelständischen Betrieben. Viele der Betriebsinhaber haben außerdem eine Zuwanderungsgeschichte, sodass mehrere Nationen vertreten sind. Ein Alleinstellungsmerkmal der Messe ist, dass diese Betriebe keine Standgebühren bezahlen müssen.

Jörg Stüdemann betont, wie wichtig dieses Konzept ist. „Ich habe in der Vergangenheit viele Nachrichten von Menschen mit Migrationshintergrund bekommen“, sagt er. „Sie haben mir geschildert, dass sie trotz eines gleichwertigen Abschlusses oft von den Betrieben im Vergleich zu Mitbewerbern benachteiligt werden.“

Nicht nur die Jugendlichen, auch die Unternehmen werden unterstützt

Die Messe soll ein Mittel dazu sein, solche Vorurteile aus dem Weg zu räumen und die „visible minority“, also die sichtbare Minderheit der Gesellschaft, ebenbürtig und vorurteilsfrei zu behandeln. „Daran arbeiten wir vom DKH. Deswegen sind wir auch dabei, die Unternehmen der Nordstadt als Ausbildungsbetriebe umzuschulen“, sagt Murat Koc. Momentan stehen in Dortmund 1800 Jobsuchende Jugendliche 2430 unbesetzten Ausbildungsstellen gegenüber, so die Agentur für Arbeit.

Die Schüler, die nicht direkt vor Ort einen Ausbildungsbetrieb finden, werden in Beratungsgesprächen nach der Messe individuell betreut. „Wir wollen die Berufsfindungsphase nicht auf ein einziges Datum beschränken, sondern auch danach noch für die Jugendlichen da sein“, sagt Aysun Tekin. Orientierung und Information seien essentielle Bestandteile der Berufsfindungsphase, so Stüdemann. Er spricht aus Erfahrung: „Ich wollte ursprünglich auch in eine ganz andere Richtung gehen.“

DIE AUSBILDUNGSMESSE IM DKH IST NICHT NUR FÜR NORDSTÄDTLER

Die Ausbildungsmesse beginnt am Dienstag, 14. Mai 2019 um 13 Uhr. Die Messe geht bis 16.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Das Dietrich-Keuning-Haus, in dem die Messe stattfindet, ist an der Leopoldstraße 50-58. Unter anderem wird ein Bewerbungsmappen-Check, Workshops zum Berufseinstieg und das Erstellen einer Kurzbewerbung angeboten. Es besteht zudem die Möglichkeit, sich direkt vor Ort bei den Betrieben zu bewerben.
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