Die Dortmunder Krimi-Autorin Sabine Deitmer ist tot

Nachruf

Sie schrieb Mordsgeschichten, ließ Frauen sich ihrer lästigen Männer entledigen. „Bruno“ war 1988 eines der ersten Opfer. Jetzt ist die Dortmunder Krimi-Autorin Sabine Deitmer gestorben.

Dortmund

, 19.01.2020, 14:46 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Dortmunder Krimiautorin Sabine Deitmer ist gestorben.

Die Dortmunder Krimiautorin Sabine Deitmer ist gestorben. © Dieter Menne

Die Dortmunder Krimi-Autorin Sabine Deitmer war eine der ersten Netzwerkerinnen der Krimiszene. Seit 1990 lebte sie als freie Schriftstellerin in Dortmund. Sie ist am 11. Januar im Alter von 72 Jahren gestorben.

Mit dem Titel „Bye-bye, Bruno – 15 Geschichten, wie Frauen morden“ betrat Sabine Deitmer 1988 die Krimi-Bühne. Das war der Start zahlreicher Kriminalgeschichten, in denen Frauen sich ungestraft ihrer Männer entledigten.

1993 folgte nach drei erfolgreichen Storybänden ihre Kommissarin Beate Stein, eine grünäugige Emanze in Staatsdiensten. Die insgesamt fünf Beate-Stein-Romane thematisierten immer auch die sozialen, gesellschaftlichen und politischen Zusammenhänge, mit denen Frauen sich konfrontiert sahen.

Krimis wurden verfilmt

Deitmers Krimis wurden verfilmt, in mehrere Sprachen übersetzt und für den Hörfunk bearbeitet. Deitmers Kollege Reinhard Jahn vom Bochumer Krimi-Archiv schreibt in einem Nachruf: Beate Stein „war so etwas wie die große Schwester aller Rosa Roths und der anderen Kommissarinnen, die seitdem die deutschen Romane und Bildschirme bevölkern.“

Sabine Deitmer setzte sich auch für die Förderung junger Autorinnen ein und war Mitbegründerin der damaligen „Sisters in Crime“.

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