Die Erstaufnahme am Westfalenpark ist Geschichte

Letzte Flüchtlinge wurden registriert

In Dortmund gibt es ab sofort keine Erstaufnahme für Flüchtlinge mehr. Am Montag wurden in der Erstaufnahme-Einrichtung an der Buschmühle die letzten Flüchtlinge registriert, teilte die Bezirksregierung Arnsberg mit. Bis Ende Juni soll der Betrieb in der Zeltstadt am Westfalenpark abgewickelt werden.

DORTMUND

, 11.04.2017, 13:34 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Erstaufnahme am Westfalenpark ist Geschichte

Die Zeltstadt für die Flüchtlings-Erstaufnahme an der Buschmühle kann bald abgebaut werden.

Im Oktober 2015 war die Zeltstadt auf einer Parkplatz-Fläche am Rande des Westfalenparks als Unterkunft für ankommende Flüchtlinge in Betrieb gegangen - als Rettung in höchster Not. Denn die eigentlich in Hacheney eingerichtete Erstaufnahme für Asylbewerber mit maximal 400 Plätzen platzte aus allen Nähten und musste mehrfach wegen Überfüllung geschlossen werden.

Die Stadt richtete deshalb innerhalb weniger Wochen die provisorische Unterkunft für bis zu 1000 Menschen an der Buschmühle ein. Im September vergangenen Jahres übernahm das Land den Betrieb. Neben Zelten mit Übernachtungsmöglichkeiten wurde eine "Registrierstraße" mit Röntgenmöglichkeiten und Büros für die Verwaltung eingerichtet. Zuletzt kamen allerdings nur noch wenige Flüchtlinge neu an, sodass die Einrichtung nun frühzeitig abgewickelt werden kann.

Parkplatz wird wieder hergerichtet 

Mit der letzten Registrierung am Montag beginnt die Phase des Abbaus, kündigt die Bezirksregierung an. Weil die neu angekommenen Asylbewerber in der Regel nur wenige Tage in der Erstaufnahme-Einrichtung bleiben, werden spätestens in der nächsten Woche die letzten Bewohner auf Zeit ausgezogen sein. Dann können Zelte und Container abgebaut werden. Im Juli kann die Fläche dann wieder von der Stadt als Parkplatz hergerichtet werden. 

Der geplante Neubau einer Erstaufnahme in Huckarde hatte in der Dortmunder Politik keine Mehrheit gefunden. Damit geht eine 23 Jahre lange Geschichte Dortmunds als Erstaufnahme-Stadt zu Ende. Von 1991 bis 2004 und dann wieder ab Dezember 2007 war Dortmund Standort einer Erstaufnahme-Einrichtung. Zunächst in den früheren Kasernen am Westfalendamm - dort, wo jetzt die neue Filiale der Bundesbank gebaut wird - und ab April 2001 zunächst in Hacheney.

Asylbewerber, die nun noch in Dortmund ankommen, werden an die nächste Erstaufnahme in Unna-Massen weitergeleitet, kündigte ein Sprecher der Bezirksregierung auf Anfrage an. 

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