Die erste Brackel-Dokumentation bietet viele Momente zum Staunen

rnFilmklub Dortmund

Ob man jetzt ein echter Brackeler ist oder den Ort eher vom Straßenbahnschild kennt: Der Film „Heimat Brackel“ zeigt viele Seiten des Stadtteils, die bemerkenswert sind.

Brackel

, 29.10.2018, 18:49 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Es gibt so viele Alleinstellungsmerkmale. Wir haben uns auf das Interessante und das Machbare konzentriert“, sagt Hans Joachim Hirschfeld, Vorsitzender des Filmklubs Dortmund. Die Erstaufführung feiert der Verein der Amateurfilmer am 27. November (Dienstag) in der Kommende, Brackeler Hellweg 144. Es gibt zwei Vorführungen um 18 und um 20.15 Uhr. Der Eintritt ist frei, eine Reservierung ist erforderlich bei der Buchhandlung Niehörster, Brackeler Hellweg 130A, Tel. 699 21 60.

Zwischen der Asselner Alm und Atomsprengköpfen

„Heimat Brackel“ hat ein sanftes filmisches Tempo und nimmt doch irgendwann richtig Fahrt auf. Es beginnt bei den Königen und ihren Reichshöfen, streift dann die Naturkulisse der Asselner Alm und leitet dann in die Geschichte des Flughafens weiter. Mit dem Einzug der britischen Armee wird Brackel plötzlich Schauplatz von weltgeschichtlicher Bedeutung.

Seltene Archivbilder erzählen von den Protesten gegen die Stationierung von Atomsprengköpfen im Sondermunitionslager der Napier Barracks Ende der 1950er Jahre. Später spaziert die Königin von England über den Golfplatz St. Barbara und auf Hohenbuschei wächst ein neuer Teil Dortmunds. Und mittendrin in alldem: der gute, alte Hellweg, dessen Besonderheiten und Probleme Sprecher Manfred Riep dem Zuschauer näher bringt.

Der Film funktioniert dank einer spannenden Geschichte

Der Film funktioniert, weil die Geschichte des Stadtteils spannend ist. „Wir wollten etwas für Brackel machen, uns in dem Stadtteil engagieren, der mittlerweile ja auch Heimat unseres Vereins ist“, sagt Volker Krieger vom Filmklub, der sich im Gasthaus Pape an der Flughafenstraße trifft. Einem ersten Aufruf folgten viele Hinweise und Einsendungen von Archivmaterial.

Die erste Brackel-Dokumentation bietet viele Momente zum Staunen

Hans Joachim Hirschfelder, Uwe Koslowski und Volker Krieger (v.l.) vom Filmklub Dortmund sind stolz, dass ihr Verein von Amateur-Filmern mit einer Brackel-Dokumentation ein großes Projekt gestemmt hat. © Felix Guth

Dazu haben zahlreiche Mitglieder des Filmklubs eigene Aufnahmen erstellt. Das sorgt für eine vielseitige Stilistik: Drohnenflüge, Kamerafahrten, Details und Schwarzweiß-Bilder wechseln sich ab. So gerät „Heimat Brackel“ kurzweilig und stillt auch Wissensdurst, von dem man gar nicht wusste, dass man ihn verspürt hat.

Für den Filmklub war das Brackel-Projekt ein Kraftakt - aber das Ergebnis macht stolz

„Jeder Ort hat hier seine Geschichte“, sagt Uwe Koslowski, einer der Mitwirkenden. Und fügt hinzu: „Als wir Anfang des Jahres beschlossen hatten, einen Film über den Stadtteil zu drehen war uns nicht klar, was uns erwarten würde.“ Für einen Amateurfilmer-Klub sei ein solches Projekt ein Kraftakt. Am Ende macht das Ergebnis die Mitglieder stolz. Der Film hat auf jeden Fall schon vor seinem Erscheinen viele Brackeler bewegt, die Erinnerungen und Bilder geschickt haben.

Die Premiere am 27. November bringt dann die Menschen aus dem Stadtteil in der Kommende zusammen. Sie staunen gemeinsam über ihre Heimat.

Infos und Mitwirkende
  • Der Film ist erhältlich in der Buchhandlung Niehörster, Brackeler Hellweg 130A, zum Preis von 14,95 Euro.
  • Diese Dortmunder Filmklubmitglieder haben mitgearbeitet: Uwe Koslowski (Text-Schnitt, Flugaufnahmen), Volker Krieger (Filmaufnahmen, Organisation), Manfred Riep (Sprecher, Filmaufnahmen, Interview), Andreas Meier (Filmaufnahmen), Hans Berenberg (Filmaufnahmen), Egmont Zieseniß (Filmaufnahme, Interview), Hans Joachim Hirschfeld (Filmaufnahmen, Organisation), Hans Joachim Stöger (Filmaufnahmen) sowie Klaus Werner Voß (Animation).
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