Die Folgen der neuen Corona-Regeln für Westfalenpark, Westenhellweg und Co.

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Seit dem 2. November gilt der Teil-Lockdown für weite Teile des öffentlichen Lebens. Die Stadt Dortmund hat ein Konzept gemacht, wie sie mit den Maßnahmen des Landes NRW umgeht. Ein Überblick.

Dortmund

, 02.11.2020, 18:43 Uhr / Lesedauer: 2 min

Arbeit und Schule laufen weiter. Was mit Freizeit und Vergnügen zu tun hat, ist tabu. Das ist kurzgefasst die Konsequenz aus der neuen Corona-Schutzverordnung des Landes, die für den Monat November gelten soll. Gastronomie, Sport und Kultureinrichtungen sind für vier Wochen Matt gesetzt.

Eine Ausnahme gibt es allerdings: Der Westfalenpark bleibt - wie auch andere Dortmunder Grünanlagen vom Fredenbaumpark über den Revierpark bis zum Botanischen Garten Rombergpark - weiter geöffnet. Das verkündete Sozialdezernentin Birgit Zoerner als Leiterin des städtischen Krisenstabs am Montag (2.11.) bei einer Pressekonferenz der Stadt.

Die Coronaschutz-Verordnung des Landes sieht für den gesamten Monat eine Schließung von Zoos und Freizeitparks vor. Nach der Veröffentlichung der neuen Regeln am Freitag (30.10.) war zunächst unklar, ob auch der Westfalenpark davon betroffen ist. Beim ersten „Lockdown“ im März war er noch für mehrere Wochen gesperrt und dann erst zeitweise und begrenzt wieder geöffnet worden. Das ist jetzt nicht vorgesehen, erklärte Birgit Zoerner.

Die Stadt hat auch nicht vor, die Regelungen der Coronaschutz-Verordnung weiter zu verschärfen, was theoretisch möglich wäre. So ist ein Ess-, Trink- und Rauchverbot auf Plätzen und Straßen mit Maskenpflicht, wie es in Duisburg und Gelsenkirchen aktuell geplant ist, in Dortmund bislang kein Thema, wie Rechtsdezernent Norbert Dahmen erklärte.

Großteil hält sich an Maskenpflicht

Der Großteil der Menschen halte sich an die Maskenpflicht etwa auf dem Westenhellweg, sagt Dahmen. Allerdings hatte das Ordnungsamt am Wochenende auch von renitenten Masken-Verweigerern vor allem bei Kontrollen auf der Brückstraße und Münsterstraße berichtet.

Auf jeden Fall wird das Ordnungsamt auch in den kommenden Wochen die Einhaltung der Corona-Regeln verstärkt kontrollieren. Dazu soll das derzeit 50 Köpfe umfassende Außendienst-Personal um 30 Kräfte aufgestockt werden. Die ersten Bewerbungsgespräche dazu fänden aktuell statt, berichtete Dahmen.

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Grundsätzlich hält die Stadtspitze die Einschränkungen, die die neue Coronaschutz-Verordnung mit sich bringt, gerade auch mit Blick auf die steigenden Fallzahlen in Dortmund für „folgerichtig“, wie Birgit Zoerner deutlich machte: „Die Zahlen der Neuinfektionen müssen runter. Wir müssen Dynamik des Anstiegs durchbrechen.“

Sie habe zwar Verständnis für die Kritik etwa von Gastronomen und Kulturschaffenden. Es gehe aber darum, Kontakt so weit wie möglich zu reduzieren. „Dabei müssen wir auch betrachten, wie viele Menschen sich allein auf den Weg zu verschiedenen Orten begegnen“, sagte die Dezernentin. „Jetzt ist es extrem wichtig, dass sich jeder Einzelne bemüht, nach Kräften mitzuwirken, die Zahlen der Neuinfektionen erheblich abzusenken.“

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