Die holprigste Straße Dortmunds bleibt auch für die nächsten Jahre holprig

rnStraßensanierung

Die Rumpelstraße im Dortmunder Süden war so holprig, dass die Stadt entschied, Tempo 10 einzuführen. Anstatt sie zu sanieren, wird die Straße auch in Zukunft holprig bleiben.

Berghofer Mark

, 25.07.2019 / Lesedauer: 3 min

2016 bekam die Straße endgültig den Ritterschlag für ihre Verwandlung von einer Straße hin zu einer Rumpelstrecke erster Güte. In weiten Teilen war die Fahrbahn der Obermarkstraße dermaßen miserabel, dass das Tiefbauamt keine andere Wahl hatte, als Tempo-10-Schilder aufzuhängen.

Frühestens 2021 könnte der Ausbau beginnen

Jetzt sollte man denken, dass das so eine Art Startschuss für eine Sanierung sein müsste. Aber nein, weit gefehlt. Der Zustand der Straße wird schlechter und auch in den nächsten Jahren wird sich in der Berghofer Markt erst einmal nichts tun. Zwar gab Sylvia Uehlendahl, Leiterin des Tiefbauamtes, im Beisein der Mitglieder der Bezirksvertretung in Aplerbeck bekannt, dass die entsprechenden Mittel für einen Ausbau der Straße, im städtischen Haushalt eingestellt sein, doch mit einem Baubeginn sei frühestens 2021 zu rechnen.

Die holprigste Straße Dortmunds bleibt auch für die nächsten Jahre holprig

Was gehört von den Asphaltflecken zur öffentlichen Straße und was nicht? Schwer zu sagen. © Jörg Bauerfeld

Aber woran hakt es bei der Straße, die parallel zur Untermarkstraße verläuft, die schon vor vielen Jahren ausgebaut wurde? Es ist der Verlauf der nicht mehr vorhandenen aktuellen Fahrbahn, die den Planern Kopfzerbrechen macht. Denn bei der Obermarkstraße, die im Osten an die Straße Schöner Pfad und im Westen an die Höchstener Straße grenzt, ist auf den ersten Blick nur selten ersichtlich, wo die Straße hergeht und wo Privatgrundstück anfängt.

Die Straße soll einheitlich aussehen

Um eine vernünftige Querschnittsbreite im Ausbau zu schaffen, wurde versucht, die städtischen Grundstücke zu begradigen, um eine kontinuierliche Straßenführung hinzubekommen. 6,10 Meter soll die Breite der zukünftigen Obermarkstraße betragen. Der städtische Besitz ist größer, zumindest an manchen Orten. Damit die neue Fahrbahn ein einheitliches Bild abgibt, wurde den Anwohnern angeboten, die „ausgefransten“ Stücke, die bei der geplanten Straßenführung übriggeblieben, von der Stadt zurückzukaufen.

Anwohner sollten Grundstücke erwerben

Das taten einige, einige aber eben nicht. Das Liegenschaftsamt soll nun erneut versuchen, die Grundstücke an den „Mann“ zu bringen. Aber, wie ist so ein Verkauf überhaupt abgelaufen? Hermann Hunfeld besitzt mit seiner Familie ein Reihenhaus an der Obermarkstraße. Auch bei ihm hat die Stadt angefragt. „Wir haben mit unseren Nachbarn eine gemeinsame Garagenzufahrt“, sagt Hermann Hunfeld. „Wenige Quadratmeter wurden uns sechs Anwohnern von der Stadt zum Kauf angeboten.“ Dafür habe es extra eine Grenzbesichtigung vor Ort gegeben. „Wir haben dann dem Kauf zugestimmt“, sagt Hunfeld. Eine Überraschung erlebten die Hunfelds bei der Vermessung auch. Ihr Grundstück ist größer als erwartet.

90 Prozent der Kosten müssen vermutlich die Anwohner tragen

Vor sechs, sieben Jahren habe es eine Informationsveranstaltung im Haus Heimsoth in Berghofen gegeben. Da habe man sich den Verlauf der später einmal ausgebauten Obermarkstraße schon einmal anschauen können. Auf die Anwohner kann im Übrigen noch ganz schön was zukommen. Eine dicke Rechnung für den Straßenausbau nämlich: Denn die Anlieger werden mit 90 Prozent an den Ausbaukosten beteiligt. „Man hat uns noch nicht direkt informiert, was wir zu zahlen haben. Aber auf der Veranstaltung im Haus Heimsoth hat man etwas von 1000 Euro pro Meter gesagt“, so Hunfeld. Ob dies aber die konkrete Summe sei, die auch heut noch gelten würde, könne er nicht sagen.

„Wir hatten uns zu diesem Zwecke einen Bausparvertrag zugelegt. Der ist aber schon wieder abgelaufen“, sagt Hunfeld. Es dauert eben etwas mit dem Ausbau der Obermarkstraße.

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