Die Linie U47 der Stadtbahn soll barrierefrei werden – nur wann?

rnBarrierefreie U-Bahn

Viele Stadtbahnhaltestellen sind schon in Dortmund barrierefrei. Doch auf der Linie U47 sieht das anders aus: Es gibt teilweise große Hürden. Das soll sich nun ändern.

Schüren, Gartenstadt

, 31.07.2019, 14:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

Stellen Sie sich mal vor: Sie fahren mit der Bahn Richtung Aplerbeck und müssen an der Haltestelle Max-Eyth-Straße aussteigen. An sich keine große Sache. Für viele Menschen ist das Alltag. Haben Sie aber einen Kinderwagen dabei oder sitzen im Rollstuhl, wird es schwierig.

An besagter Haltestelle klappt eine Stufe auf und der Weg aus der Bahn bis zum Boden wird auf einmal sehr tief. Rampen gibt es keine. Hinzu kommt, dass der Bahnsteig noch extrem schmal ist. Ähnlich sieht es an den umliegenden Haltestellen Kohlgartenstraße, Voßkuhle, Lübkestraße und Stadtkrone Ost aus.

Die U47 wird barrierefrei – aber nicht in naher Zukunft

Vor drei Jahren beschloss der Stadtrat den barrierefreien Umbau besagter Haltestellen auf der Linie U47. Ende 2018 begang dann die konkrete Planung dieser Umbaumaßnahmen. Auf einem Ortstermin teilten die Verantwortlichen nun mit, wie der Stand der Planung dieser Umbaumaßnahmen ist. Es zeichnet sich ab, dass die Barrierefreiheit auf der U47 wohl noch etwas dauern wird.

Voraussichtlich soll im Jahr 2023 oder 2024 mit den Bauarbeiten angefangen werden, teilt Arnulf Rybicki, Stadtrat und Dezernent für Bauen und Infrastruktur, mit. Dieser doch späte Start hat mehrere Gründe: Zum Einen handele es sich um aufwendige Bauarbeiten. Aufzüge müssen gebaut, Fußgängerbrücken müssen errichtet und die Bahnsteige müssen erhöht beziehungsweise ausgebaut werden.

Zum Anderen seien die Arbeiten sehr komplex. Die Komplexität der Bauarbeiten zeigt sich gut an der Haltestelle Max-Eyth-Straße. Dort soll der Bahnsteig zwischen die beiden Gleise verlegt werden. Dafür muss ein Gleis gesperrt werden. Der Bahnbetrieb soll aber wie gehabt weiterlaufen, teilt Hubert Jung, Verkehrsvorstand der DSW21 mit.

Die Linie U47 der Stadtbahn soll barrierefrei werden – nur wann?

Die Haltestelle Lübkestraße soll auch barrierefrei werden. Unter anderem wird hier ein Fahrstuhl errichtet werden. © Dieter Menne

Für die Umbauarbeiten müssten zwangsweise auch einige der Platanen gefällt werden. Das gefällt nicht allen. Es gibt eine Bürgerinitiative, die sich für den Erhalt der Bäume einsetzt. Eine andere fordert mehr Ampeln und ebenerdige Fußgängerüberwege anstatt Brücken. Forderungen wie diese würden den Planungsfortschritt erheblich behindern und somit auch verzögern, so die Verantwortlichen.

Das passiert in der nächsten Zeit

Das heißt aber nicht, dass sich auf der Linie U47 gar nichts tut. Laut Jung soll auf der Strecke zwischen Aplerbeck und Westerfilde ab nächstem Jahr ein neuer Wagen eingesetzt werden. Dieser soll mehr Stehplätze und „Mehrzweckflächen“ haben – also Platz für Rollstühle und Kinderwagen.

Insgesamt sollen mehr als 200 Millionen Euro investiert werden, so Jung. Der Umbau soll nach und nach stattfinden. Das heißt im Klartext: Die fünf Haltestellen Kohlgartenstraße, Voßkuhle, Lübkestraße, Max-Eyth-Straße und Stadtkrone Ost der Linie U47 werden erst in ferner Zukunft komplett barrierefrei sein.

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