Die meisten Dortmunder lassen sich im 6. Ehejahr scheiden

Statistik

Wer das fünfte Ehejahr „unfallfrei“ überlebt hat, schafft auch den Rest, könnte man schlussfolgern aus der neuesten Scheidungs-Statistik des Landes. Ganz so ist es nicht: Die meisten Ehen in Dortmund (7,4 Prozent) werden im sechsten Jahr geschieden.

DORTMUNDE

von Von Ulrike Böhm-Heffels

, 03.05.2012, 19:58 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eine lange Ehe ist kein Garant fürs Zusammenleben bis zum Tod. Unter allen Ehepaaren, die bereits die Silberhochzeit hinter sich hatten, ließen sich 9,3 Prozent scheiden, also nach 26 Jahren und mehr.

Eine lange Ehe ist kein Garant fürs Zusammenleben bis zum Tod. Unter allen Ehepaaren, die bereits die Silberhochzeit hinter sich hatten, ließen sich 9,3 Prozent scheiden, also nach 26 Jahren und mehr.

Besonders scheidungsanfällig ist in der Tat die Zeit zwischen den Ehe-Jahren vier und acht. Wer die „geschafft“ hat, geht offenbar einer deutlich stabileren Zweisamkeit entgegen. Im fünften Ehejahr ließen sich letztes Jahr 6,4 Prozent scheiden (94 Paare), nach sechs Jahren waren es eben 7,4 Prozent (109 Paare), nach sieben Jahren 6,5 Prozent (95 Paare) und nach acht Jahren 5,9 Prozent (87 Paare). Danach fällt die Scheidungsquote deutlich.Insgesamt leben Ehepaare in Großstädten seit Jahren wohl konfliktreicher zusammen als in ländlichen Gebieten. Vielleicht spielt auf dem Land aber auch die größere soziale Kontrolle eine Rolle beim „Zusammenraufen“. Statt – wie im Landesdurchschnitt – jede dritte Ehe wird in Großstädten fast jede zweite neugeschlossene, amtlich dokumentierte Verbindung wieder geschieden. Landesweit beobachten die Statistiker allerdings einen Trend zu länger andauernden Ehen bei Scheidungspaaren: So stieg die durchschnittliche Ehedauer von 1991 bis 2011 von 12,3 Jahre auf 14,3 Jahre. Noch vor 20 Jahren wurden die meisten Ehen schon nach vier Jahren geschieden. Dem Gros der Scheidungen (85,7 Prozent) ging eine einjährige Trennungsphase voraus.

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