Die Urbanisten holen den Günter-Gregg-Preis 2019 nach Dortmund

Preis für Dortmunder Verein

Die Deutsche Gesellschaft für Hydrokultur ehrte vor Kurzem das Gewächshaus-Projekt des Dortmunder Vereins „Die Urbanisten“. Bei dem Gewächshaus spielen Fische eine tragende Rolle.

Unionviertel

, 30.09.2019, 14:58 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Preis für das Projekt der Urbanisten wurde in der Fachhochschule Südwestfalen in Soest verliehen. Von links: DGHK-Präsident Carsten Stakalies, Preisträger Rolf Morgenstern von den Urbanisten, Marlis Gregg für die Familie Gregg, Preisträger Nils Rehkop und DGHK-Geschäftsführer Stefan Hecktor. Der dritte Preisträger von den Urbanisten, Jan Bunse, ist nicht im Bild.

Der Preis für das Projekt der Urbanisten wurde in der Fachhochschule Südwestfalen in Soest verliehen. Von links: DGHK-Präsident Carsten Stakalies, Preisträger Rolf Morgenstern von den Urbanisten, Marlis Gregg für die Familie Gregg, Preisträger Nils Rehkop und DGHK-Geschäftsführer Stefan Hecktor. Der dritte Preisträger von den Urbanisten, Jan Bunse, ist nicht im Bild. © FH-SWF

Eigenes Obst und Gemüse anbauen ist voll im Trend. Das ist jedoch schwierig, wenn man in einer Großstadt wie Dortmund wohnt. Die wenigsten Dortmunder haben einen Garten zur Verfügung, der den Anbau möglich macht.

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Eine Möglichkeit wäre es, Ackerfläche außerhalb der Stadt anzumieten. Es gibt aber auch andere Alternativen.

Die DGHK verleiht zum zweiten Mal den Günter-Gregg-Preis. Gregg gilt als Begründer der Hydrokultur. Der 1924 in Dortmund geborene Gärtnermeister wurde für seine Arbeit rund um die „Pflanzenhaltung in Gefäßen“ unter anderem zwei Mal mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet und war ab 1999 Präsident der DGHK, später Ehrenpräsident. 2013 verstarb er in Nordkirchen.

Fisch-Ausscheidungen als Dünger

Hier setzt das Gewächshaus-Projekt „Urban Gardening and Farming“ des Dortmunder Vereins „Die Urbanisten“ an, das sich mittels Aquaponik quasi selbstversorgt. Das ist ein Kreislauf, der Aquakultur und Hydrokultur miteinander verbindet. Dabei spielen Fische eine tragende Rolle, besonders ihre Ausscheidungen: Diese reichern das Wasser mit wichtigen Nährstoffen an, mit dem die Pflanzen, die sich direkt über dem Fischbecken befinden, wiederum mittels eines Pumpsystems versorgt werden. „Man braucht weder Acker noch Meer, es funktioniert mitten in der Stadt bei Nutzung versiegelter Flächen“, erklärt Nils Rehkopp von den Urbanisten.

Dieses Projekt wurde nun von der Deutschen Gesellschaft für Hydrokultur (DGHK) mit dem „Günter-Gregg-Preis“ ausgezeichnet.

Laut DGHK-Geschäftsführer Stefan Hecktor sei es den Urbanisten nachhaltig gelungen, nachhaltig „durch Hydrokultur neue Perspektiven in urbanen Lebensräumen“ zu schaffen. Stadtbewohner können so wieder selbst Nahrungsmittel produzieren.

Mehr Informationen zu der Arbeit der Urbanisten gibt es auf der Webseite des Vereins. Das folgende Video gibt einen Einblick in das Aquaponik-Projekt der Urbanisten:

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