"Diener zweier Herren" feierte erfolgreiche Premiere

Naturbühne Hohensyburg

Wer versucht, gleich zwei Herren gerecht zu werden, gerät oft in die Bredouille. Wenn diese beiden Herren auch noch einander nicht Freund sind, wird es für den Diener zweier Herren noch problematischer. Auf der Naturbühne feierte diese Komödie am Samstag Premiere - mit großem Erfolg. Weitere Termine sind bereits angesetzt.

SYBURG

von Niklas Voß

, 06.11.2016, 15:50 Uhr / Lesedauer: 2 min
"Diener zweier Herren" feierte erfolgreiche Premiere

Eindrücke von der Premiere der Komödie "Diener zweier Herren" auf der Naturbühne Hohensyburg.

Dem kalten Wetter zum Trotz wurde das Theater in dem beheizten Bühnenheim der Hohensyburg aufgeführt, einem kleinen Gebäude auf dem Gelände der Freilichtbühne. Die dunkel gehaltenen Wände und die Nähe der Schauspieler zum Publikum erzeugte eine gemütliche Atmosphäre, in der die erste von insgesamt sechs Aufführungen vorgeführt wurde.

Das Stück selbst spielt im Venedig des 18. Jahrhunderts und handelt von dem Diener Truffaldino, der von Hunger geplagt (dieser Hunger brachte ihn auch im Verlauf des Stücks in mehrere unangenehme Situationen) einem Herrn seine Dienste anbietet. Dieser Herr ist eigentlich eine Frau namens Beatrice Rasponi, die sich als ihr – mittlerweile verstorbener - Bruder Frederico verkleidet, verheiraten möchte, um mit dem Geld ihren Geliebten Florindo frei zu kaufen.

Verwirrung, Liebe und Geld

Problematischerweise hat die Versprochene des Frederico Rasponi, Clarice sich neu verliebt und besteht auf die Heirat mit ihrem neuen Geliebten. Florindo ist unterdes nach Venedig geflohen, da man ihm vorwirft, den Bruder seiner geliebten Beatrice ermordet zu haben. Durch Zufall trifft er auf Truffaldino, der auch ihm seine Dienste anbietet. Truffaldino wird Diener zweier Herren und ein Stück voller Verwirrung, Liebe und Geld nimmt seinen Lauf.

Die knapp zweistündige Komödie wurde von dem Publikum gut aufgenommen und unter anderem mit einer Standing Ovation honorierte. Das unterhaltsame Abenteuer passte gut in die gemütliche Atmosphäre des Bühnenheims.  Auch Kirstin Cramer, Regisseurin und Theaterpädagogin, zeigte sich „total zufrieden“. Gerade bei dem Stück, welches „unglaublich schwer zu spielen ist“, würde sie die Schauspielarbeit auf der Naturbühne, welche häufig als Laientheater abgetan werde, „schon als semiprofessionell bezeichnen“. „Ich finde das ganz toll, dass man hier so nah am Publikum ist“ freute Kirstin Cramer sich auch über die Atmosphäre. Doch auch die Freilichtbühne habe mit dem größeren Platz und der Möglichkeit, mehr Requisiten zu nutzen, seine Vorteile.

Darsteller sind zufrieden

Auch Maximilian Gladisch, Darsteller des Hauptcharakters Truffaldino, zeigte sich nach knapp zehn Wochen Proben erleichtert über den guten Ablauf der Premiere. „Es lief mega gut“, vor allem, wenn man bedenke, dass er bei der Generalprobe am Dienstag „zehn Mal so unsicher wie jetzt war“. Grund dafür sei unter anderem das Publikum, das „nochmal ordentlich pusht und einen beflügelt.“ Auch er ist sich nicht ganz sicher, ob er die Drinnen- oder Draußenbühne bevorzugt, es gehe jedoch eine kleine Tendenz zu drinnen: „Ich mag das, den Leuten ins Gesicht zu schauen“. Deshalb freue er sich auch auf die nächsten Aufführungen.

Weitere Termine
Die nächsten Aufführungen sind am 11.,12.,18. Und 19. November. Veranstaltungsort ist das (beheizte) Bühnenheim auf dem Gelände der Freiluftbühne Hohensyburg. Der Eintrittspreis beträgt 8€, Tickets gibt es unter www.naturbuehne.de/tickets oder an der Abendkasse.

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