Diese 16 Sparkassen-Filialen verlieren ihre Mitarbeiter

Übersichtskarte

Die Sparkasse Dortmund wandelt von Juli an bis 2018 16 ihrer 53 Filialen in reine Selbstbedienungs-Standorte ohne Mitarbeiter um. Den Beschluss des Vorstands hat am Mittwoch der Sparkassen-Verwaltungsrat abgesegnet; abends informierte der Vorstand die 1750 Mitarbeiter in der Westfalenhalle. Wir zeigen alle Filialen auf einer Karte.

DORTMUND

, 16.03.2016, 19:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Diese 16 Sparkassen-Filialen verlieren ihre Mitarbeiter

Die Sparkassen-Geschäftsstelle in der Innenstadt.

Die Mitarbeiter erfuhren am Mittwochabend auch von zwei weiteren Veränderungen:

  • Erstens baut die Sparkasse bis zum 1. April 19 Filialen zu Beratungs-Centern aus, in denen sollen Kunden künftig alle Bank- und Finanzgeschäfte erledigen können.
  • Zweitens wird die Online-Filiale ausgebaut: Auch im Internet sollen Kunden künftig „nahezu alle Fragen rund um ihre Finanzen klären“ können, sagte Jörg Busatta, Vorstand Privatkundenvertrieb. 

Schon im Januar, als die Sparkasse 175-jähriges Bestehen feierte und ihre Zahlen vorlegte, war von neuen Strukturen die Rede.

Vorstandsvorsitzender Uwe Samulewicz ließ aber noch offen, ob Standorte geschlossen würden. Nun werden die 16 Filialen zwar nicht geschlossen – auf Berater treffen Kunden dort künftig aber nicht mehr. Die SB-Geräte bleiben vor Ort oder werden in der Nähe der ursprünglichen Standorte etwa in Räumen von Einzelhändlern angedockt.

Keine betriebsbedingten Kündigungen

50 Mitarbeiter müssen in andere Filialen wechseln oder in die Hauptstelle, wo sie in der Online-Filiale und in anderen Bereichen arbeiten. Betriebsbedingte Kündigungen schloss Samulewicz aus. Vereinzelt könne es sein, dass Mitarbeiter zum Beispiel in Altersteilzeit gehen. Personalkosten würden nicht eingespart; die Mitarbeiter würden aber effizienter eingesetzt.

Hintergrund der Veränderungen ist laut Samulewicz das „dramatisch“ veränderte Kundenverhalten. Wöchentlich ihre Filiale besuchten die wenigsten – weshalb Mitarbeiter gerade kleiner Filialen nicht immer beschäftigt sind. Stattdessen verzeichnet die Sparkasse millionenfache Zugriffe auf ihre Apps; auch die Online-Filiale sei stark gefragt. Zugleich sei eine Beratung für alle Belange möglichst wohnortnah erwünscht. Dazu richtet die Sparkasse die 19 Beratungs-Center ein.

So verändert sich das Sparkassen-Filiale-Netz:

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