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Diese City-Baustellen werden zum Kirchentag nicht fertig

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Unter großem Zeitdruck laufen gleich mehrere Baustellen in der City und auf dem Wall. Jetzt steht fest: Nicht alle werden zum Kirchentag Mitte Juni fertig. Stören sollen sie aber nicht.

Dortmund

, 10.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Gleich mehrere Großbaustellen nerven zurzeit Autofahrer, Fußgänger und Radler in der City: Auf dem Ostwall werden die inneren Fahrbahnen und der Mittelstreifen erneuert. Am Westentor verlegt Energieversorger DEW eine neue Heißwasser-Leitung. Und die Silberstraße bekommt in unmittelbarer Nähe zum Hansaplatz ein neues Pflaster.

Allen Baustellen gemeinsam: Sie sollten eigentlich bis zum Evangelischen Kirchentag, der vom 19. bis 23. Juni mehr als 100.000 Besucher in die Stadt bringt, fertig sein. Doch daraus wird nichts.

Der Ostwall ist bald fertig

Die gute Nachricht: Die Großbaustelle am Ostwall, durch die der Autoverkehr aktuell nur auf verengten Spuren mit Tempo 30 fließt, kann rechtzeitig beendet werden. Die Asphaltierungsarbeiten sollen nach aktuellem Stand am Pfingstwochenende (9./10. Juni) stattfinden, kündigt Tiefbauamts-Leiterin Sylvia Uehlendahl an. Danach stehen nur noch die Markierungsarbeiten aus. In der Kirchentags-Woche soll der Verkehr hier dann normal fließen können.

Diese City-Baustellen werden zum Kirchentag nicht fertig

Die Baustelle am Ostwall aus der Luft. Sie soll bis zum Kirchentag abgeschlossen sein. © Hans Blossey

Nicht fertig wird dagegen die DEW-Baustelle am Westentor, die derzeit auf dem Wallring für ein Nadelöhr mit teilweise langen Staus sorgt. Hier werden die Bauarbeiter zum Kirchentag nur eine Pause einlegen, kündigte Sylvia Uehlendahl an. Das heißt, dass die Fahrbahn provisorisch hergerichtet und die Baustellen-Einrichtung abgeräumt wird. Nach dem Kirchentag soll dann weitergebaut werden.

Schuld an der zeitlichen Verzögerung hat die Dortmunder Vergangenheit: Die Erdarbeiten wurden, wie üblich, von archäologischen Ausgrabungen begleitet. Dabei stieß man auf Überreste der alten Stadtbefestigung aus dem Mittelalter, die gesichert und dokumentiert werden mussten.

Alt und neu in der Silberstraße

Ähnlich sieht es an der Silberstraße aus. Hier soll der östliche Teil am Katholischen Centrum ähnlich wie der Abschnitt zwischen Thier-Galerie und Lensing-Carrée zu einer Mischverkehrsfläche umgestaltet und deshalb mit einem neuen Pflaster versehen werden. Bei den Arbeiten auf der Nordseite der Straße stieß man allerdings auf Überreste der Außenmauer des früheren Dominikaner-Klosters, die ebenfalls archäologisch erforscht werden mussten.

Inzwischen ist das neue Pflaster an der Nordseite der Silberstraße weitgehend gelegt. Bis zum Kirchentag wird es aber zu knapp, um auch die südliche Seite komplett herzurichten, berichtet Sylvia Uehlendahl.

Deshalb hat man sich im Tiefbauamt entschlossen, den Untergrund provisorisch herzurichten und den Verkehr zum Kirchentag über eine geteilte Straße - halb alt, halb neu - laufen zu lassen. Nach dem Kirchentag wird die Baustelle dann fortgesetzt.

Diese City-Baustellen werden zum Kirchentag nicht fertig

Rechts neu, links alt - so soll, natürlich mit provisorisch hergerichtetem Übergang in der Mitte, der östliche Abschnitt der Silberstraße zum Kirchentag aussehen. © Oliver Volmerich

Ebenfalls für den Kirchentag unterbrochen wird die DEW-Baustelle in der Katharinenstraße als wichtige Fußgängerverbindung zwischen Hauptbahnhof und Petrikirche/Westenhellweg. Hier sind danach noch Restarbeiten zu erledigen, erklärte DEW-Sprecherin Gaby Dobovisek.

Zum Kirchentag vorübergehend wieder frei sein soll auch die Durchfahrt über die Brinkhoffstraße mit der in Richtung Norden gesperrten Unterführung unter der Bahnstrecke.

Lichtband in der Kampstraße

Von vorneherein wohlweislich verschoben hatte die Stadt den weiteren Umbau der Kampstraße zum Boulevard zwischen Petrikirche und Reinoldikirche. Er soll nun Anfang 2020 starten. Wann genau, ist noch offen. Zurzeit ist man im Tiefbauamt – wieder einmal – dabei, den Baustellen-Ablauf neu zu planen.

Im Herbst wil man aber immerhin zur Ansicht schon einmal einen Prototyp des von Boulevard-Planer Niklaus Fritschi konzipierten Lichtbandes aufbauen, das sich über den zentralen Abschnitt der Kampstraße spannen sollen, kündigt Sylvia Uehlendahl an.

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