Etzelweg in Wickede: Diese Punkte könnten auf Hauskäufer zukommen

rnWohnungsbau

Für Diskussionen sorgte der geplante Wohnungsbau am Etzelweg in Wickede in der Bezirksvertretung Brackel. Letztlich verabschiedete das Gremium einen ganzen Katalog an Forderungen.

Wickede

, 13.09.2019, 13:33 Uhr / Lesedauer: 2 min

Erwartungsgemäß bot der Bebauungsplan Br 226 - Etzelweg - in der Sitzung der Bezirksvertretung Brackel den größten Anlass für Diskussionen. Die Stadt möchte zwischen Dollersweg und Brunhildstraße Planungsrecht für 24 Doppelhäuser sowie Reihen- und Mehrfamilienhäuser schaffen.

Bündnis 90/Die Grünen stellten gleich einen ganzen Katalog von Forderungen zusammen, die in diesem Bebauungsplan Beachtung finden müssten:

  • Flachdächer, Garagendächer und Carports sind zu begrünen. Dem schlossen sich die anderen Fraktionen an.
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  • Garagen, Carports und Stellplätze sind dort, wo sie mit ihren Seitenflächen an öffentliche Verkehrsflächen angrenzen, mit einer Laubholz-Schnitthecke einzugrünen, nicht mit Thujen oder Kirschlorbeer. Im Falle von Kirschlorbeer warnt der NABU vor einer „hochgiftigen, ökologischen Pest“. Die anderen Fraktionen waren einverstanden.
  • Fotovoltaikanlagen oder Sonnenkollektoren sind auf mindestens 30 Prozent der Dachflächen erforderlich. Dem mochten sich SPD und CDU nicht anschließen. Er wolle potenzielle Hauskäufer nicht mit weiteren Einschränkungen und Regeln drangsalieren, sagte CDU-Sprecher Dirk Risthaus sinngemäß.
    Daniel Behnke (SPD) führte aus, dass der Kauf von Fotovoltaikanlagen für Hausbauer teuer werden könnte. Dazu merkte Heide Kröger-Brenner (Bündnis 90/Die Grünen) an: „Wer Geld für ein Haus hat, hat auch Geld für eine Fotovoltaikanlage.“

Etzelweg in Wickede: Diese Punkte könnten auf Hauskäufer zukommen

So sieht‘s an manchen Stellen in der Kahlen Hege aus. © Andreas Schröter

  • Vorgärten sollten einem Garten gleichen und Platz für Pflanzen haben. Dem stimmten die anderen Fraktionen wieder zu. Abschreckendes Beispiel ist hier die Siedlung an der Kahlen Hege, wo sehr viele Vorgärten als sogenannte „Steingärten“ mit Schotter angelegt sind. Dirk Sanke (SPD), der sich seit Langem gegen Steingärten einsetzt, betonte, wie wichtig dieser Punkt sei.
    Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Czierpka fügte einen weiteren Punkt an, der an der Kahlen Hege für Probleme gesorgt hat: Das Abstellen von Fahrradboxen. Dies müsse auf den Grundstücken möglich sein. Niemand wolle, dass die Kinder ihr Fahrrad in einer engen Garage am Auto vorbeischieben müssen. Da seien Kratzer programmiert.

  • Garagen, Carports und Stellplätze sind so zu planen, dass mindestens ein nachträgliches Nachrüsten von Lade-Infrastrukturen zu ermöglichen ist. Die anderen Fraktionen waren einverstanden.
  • Zum Kaufvertrag des Grundstücks wird den Eigentümern ein Ausdruck des Bebauungsplans ausgehändigt. Die anderen Fraktionen vertraten die Ansicht, dass es ausreicht, dies in elektronischer Form zu tun.
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