Diese Hombrucherin wollte in zehn Wochen zur Läuferin werden - das ist ihr Fazit

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Die Viermärker Waldlauf Gemeinschaft hat ihren Einsteigerkurs beendet. Das Ziel der Teilnehmer: Nach zehn Wochen Training eine Stunde laufen. Haben sie es geschafft? Und worin lag der Reiz?

Brünninghausen

, 11.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Die Quote kann sich sehen lassen. „50 Teilnehmer haben es geschafft - oder anders: alle, die sich angemeldet haben“, sagt Jörg Huskotte von der Viermärker Waldlauf Gemeinschaft. Am 7. Mai kamen diese 50 Menschen am Rombergpark zusammen, um gemeinsam von Null auf 60 durchzustarten.

Heißt: Als absolute Laufanfänger wollten sie innerhalb von zehn Wochen so gut trainieren, dass sie zum Abschluss des Kurses 60 Minuten am Stück durchlaufen. Eine von denen, die dieses Ziel am Dienstag (9. Juli) geschafft haben, ist Heike Lange-Thiel. Laufen wollte sie eigentlich schon immer, hatte die 52-Jährige beim Trainingsauftakt im Mai gesagt. Doch bis dato habe ihr die Motivation gefehlt.

Früher gab es keine Motivation, jetzt mehr als genug

Jetzt, zehn Wochen und zig gelaufene Kilometer später, sagt sie: „Es war klasse und hat durchweg Spaß gemacht.“ Die Motivation sei kein Problem gewesen. „Ich war eine Woche im Urlaub und konnte einmal krankheitsbedingt nicht mitmachen. Da war ich regelrecht geknickt. Es war nie so, dass ich keine Lust hatte.“

Diese Hombrucherin wollte in zehn Wochen zur Läuferin werden - das ist ihr Fazit

Die Teilnehmer des Einsteigerkurses mit ihren Diplomen: Alle 50 haben es mit Hilfe der Viermärker Waldlauf Gemeinschaft nach zehn Wochen Training geschafft, eine Stunde am Stück durchzulaufen. © privat

Dreimal in der Woche haben sich die Läufer getroffen - dienstags, donnerstags und samstags. Dass alle Teilnehmer durchhalten würden, sei schon nach wenigen Wochen abzusehen gewesen, sagt Jörg Huskotte. Gemeinsam mit Felix Bohle hat er die Gruppe angeleitet, aber auch immer wieder Unterstützung von weiteren Vereinsmitgliedern erhalten. Unter anderem von Triathlon-Trainer Uli Schröter, der von der fünften bis neunten Trainingswoche einmal wöchentlich eine Laufschule mit den Teilnehmern durchgeführt hat. Alles ehrenamtlich.

Die Hauptsache: gesund laufen

„Das gesunde Laufen stand bei uns im Vordergrund“, sagt Huskotte. „In einer idealen Welt sind wir von Natur aus alle Super-Läufer. Aber die meisten von uns haben einen Beruf, in dem sie sitzen. Dadurch haben viele eine degenerierte Rumpf-Muskulatur.“

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Durch Kräftigungs-, Koordinations- und Dehnübungen sollten die 20- bis über-60-jährigen Teilnehmer des Einsteigerkurses ihrem Ziel näher gebracht werden. Eine Stunde lang so durchlaufen, dass man sich währenddessen noch unterhalten kann. Geklappt hat es ja. „Wir freuen uns sehr über diesen Erfolg in so kurzer Zeit“, sagt Jörg Huskotte.

Einige bleiben wohl auch hängen. „Es gibt viele, die bei uns weitermachen wollen“, so Huskotte. Eine, die weitermachen wird, ist Heike Lange-Thiel: „Ich werde weiter jeden Dienstag mit den Viermärkern laufen. Und vielleicht auch noch darüber hinaus.“ Und wer weiß: Vielleicht wird sie dann auch bald das Tempo ihres Freundes mithalten können. Das war im Mai eines ihrer Ziele. Das klappt noch nicht ganz - aber sie ist auf einem guten Weg.

Viermärker

Das Training geht weiter - auch für die Halbmarathon-Staffel

2019 hat die Viermärker Waldlauf Gemeinschaft zum 15. Mal den Einsteigerkurs durchgeführt. Auch im Frühjahr 2020 wird er wieder stattfinden. Die Viermärker bieten weitere Kurse und Trainings an. Unter anderem eine Vorbereitung auf den Staffellauf für den Halbmarathon am Phoenix-See am 3. Oktober. Weitere Infos gibt es auf der Homepage der Viermärker.
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