Diese Kirchlinder sind die Besten im Zeit-Puzzeln und verraten hier ihr Erfolgsrezept

rnDortmunder Stadtmeister

Fünf Mal haben die Littis bereits die Dortmunder Stadtmeisterschaft im Zeit-Puzzeln gewonnen. Wer sind diese Littis aus Kirchlinde eigentlich? Und warum sind sie so verdammt gut?

Kirchlinde

, 17.02.2019, 05:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sieben Mal waren sie bislang dabei, fünf Mal konnten sie den Pokal und die Siegerprämie mit nach Hause nehmen: Die Littis aus Kirchlinde sind gefürchtete Konkurrenten bei der Dortmunder Stadtmeisterschaft im Puzzeln.

Knapp drei Wochen vor der 14. Auflage des spannenden Zeit-Puzzelns im Huckarder Karl-Exius-Haus durften wir das erfolgreiche Quartett zu Hause besuchen.

Mehr noch: Die vier amtierenden Stadtmeister im Puzzeln ließen sich sogar in die sprichwörtlichen Karten gucken. Denn wir wollten vor allem eins wissen: Was ist ihr Erfolgskonzept, mit dem sie alle Jahre wieder der Konkurrenz eine lange Nase zeigen? Zur Erklärung: Nur bei der ersten Turnier-Teilnahme 2012 und 2017, als ein festes Teammitglied aus gesundheitlichen Gründen fehlte, verpassten die Littis das Siegertreppchen.

Die Straße ist der Namensgeber für die Littis

Die Littis heißen Littis, weil sie in der Straße Littgenloh in Kirchlinde wohnen. „Wir brauchten einen Namen, um uns fürs Turnier anmelden zu können“, erklärt Stefanie Daum. Neben der 43-Jährigen gehören ihr Mann Magnus (43) sowie Melanie Guntermann (43) und Wibke Rocholl (41) zum Winner-Team.

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Diese Dortmunderin ist Stadtmeisterin im Zeit-Puzzeln

Am Ende des Gesprächs inklusive einer beeindruckenden Demonstration, während der Stefanie Daum in weniger als zweieinhalb Minuten ein 54-Teile-Puzzle zusammengesetzt hat, lassen sich vier Kriterien für erfolgreiches Zeit-Puzzeln erkennen:

1. Die Littis arbeiten alle in Berufen, die mit Zahlen zu tun haben. Stefanie Daum ist Statistikerin, ihr Mann Software-Entwickler, Melanie Guntermann Mathematik-Lehrerin und Wibke Rocholl Bauingenieurin. Ohne dass die Vier es näher erklären können, scheint mathematisches Verständnis ein großer Vorteil zu sein.

Kurz vor der Stadtmeisterschaft im Karl-Exius-Haus treffen sich die Littis mindestens drei Mal zum intensiven Training. Außerdem spielen sie oft untereinander auf Zeit.

Kurz vor der Stadtmeisterschaft im Karl-Exius-Haus treffen sich die Littis mindestens drei Mal zum intensiven Training. Außerdem spielen sie oft untereinander auf Zeit. © Beate Dönnewald

2. Für Magnus Daum ist temporeiches Puzzeln auf jeden Fall auch eine Frage des Talents. Seine Frau Stefanie sei einfach die Beste. Ihr Niveau würde er nie erreichen, da könne er noch so viel trainieren. „Wenn wir Vier untereinander auf Zeit puzzeln, ist in 95 Prozent der Fälle Stefanie die Gewinnerin.“ Sie habe einfach eine wahnsinnig gute Bildauffassungsgabe und die besondere Fähigkeit, auch noch so minimal kleine Farbnuancen schnell zu erkennen.

Intensives Mannschaftstraining kurz vor dem Turnier

3. Talent hin, Talent her: Natürlich ist auch regelmäßiges Training wichtig. „Je mehr ich trainiere, desto besser werde ich“, sagt Wibke Rocholl, deren Mann übrigens bei der Konkurrenz, im Team Palapeli, spielt. Wenn die Stadtmeisterschaft näher rückt, steht mindestens drei Mal ein Mannschaftstraining mit einem 100-Teile-Puzzle an.

Weil den Littis aber ein Turnier pro Jahr zu wenig ist, nehmen sie mittlerweile auch an Wettkämpfen in Belgien, der Hochburg des Zeit-Puzzelns, teil und konkurrieren dort unter anderem mit russischen und spanischen Teams. Dort dauern die Wettkämpfe 12 und sogar 24 Stunden.

Dann sind die Littis aber nicht als Littis unterwegs, sondern als „Team Dortmund“, weil für das Mammut-Puzzeln mehr Spieler als vier benötigt werden. Jüngst waren sie das fünftbeste Team von 60 Teilnehmern. Respekt!

Gerne streicht Melanie Guntermann über fertige Puzzle-Flächen – und hier sogar über das Haar der Disney-Figur.

Gerne streicht Melanie Guntermann über fertige Puzzle-Flächen – und hier sogar über das Haar der Disney-Figur. © Beate Dönnewald

4. Und schließlich ist da noch die wichtige und richtige Rollenverteilung. Bei den Littis ist Wibke Rocholl für den Rand des Puzzles zuständig, Melanie Guntermann und Stefanie Daum kümmern sich um die schwierigen Bereiche. „Zum Beispiel um den Himmel oder das Wasser, worauf man nix erkennen kann. Das kostet die meiste Zeit“, so Magnus Daum.

Der 43-Jährige ist für die auffälligen Motive zuständig, das können Schriftzüge, ein orangefarbenes Taxi, ein blauer Mantel sein. Diese Teile greift er und legt sie an die passende Stelle.

So werden die Littis auch am 3. März im Karl-Exius-Haus an den Start gehen.

Die 14. Dortmunder Stadtmeisterschaft läuft am 3. März

  • Am 3. März (Sonntag) veranstaltet die Interessengemeinschaft Karl-Exius-Haus zum 14. Mal die Dortmunder Stadtmeisterschaft im Puzzeln. Es treten Teams von vier Personen gegeneinander an, um ein 1000-Teile-Puzzle schnellstmöglich zusammenzufügen. Die Puzzle sind identisch.
  • Teilnehmer sollen sich an dem Spieltag ab 9.30 Uhr im Saal des Karl-Exius-Haus, Westhusener Straße 16, registrieren. Den Startpfiff gibt der Schiedsrichter um 11 Uhr. Bisher haben sich elf Teams angemeldet, es sind allerdings noch Plätze frei.
  • Das Siegerteam erhält neben einem Pokal auch eine Siegerprämie über 150 Euro. Die Zweitplatzierten erhalten 100 Euro, und 50 Euro gehen an die Drittplatzierten. Pro Person fällt eine Startgebühr von 2,50 Euro an. Anmeldungen unter Tel. 39 25 44 oder per E-Mail an: karl-exius-haus@email.de und irisneubert@web.de
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