Diese weiterführenden Schulen in Dortmund haben schon eigenes W-Lan (mit interaktiver Karte)

rnAnmeldung zur 5. Klasse

Digitalisierung kann nur gelingen, wenn die technischen Voraussetzungen stimmen. W-Lan-Verbindungen sind aber in Dortmunds weiterführenden Schulen noch kein Standard. Ein Überblick.

Dortmund

, 14.02.2020, 04:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das „Ende der Kreidezeit“ verkündet das Stadtgymnasium in Dortmund in dieser Woche: Ein „internetfähiger Touch-Screen-Monitor“ hat dort die alte grüne Tafel abgelöst. Das war der Schule eine eigene Pressemitteilung wert.

Das Gymnasium in der Innenstadt folgt damit einem stadtweiten Trend: Ipads statt Collegeblock, Whiteboards statt Tafeln. Die Zeiten, in denen zur technischen Grundausrüstung einer Schule in erster Linie ein Overhead-Projektor und ein schimmelfreier Tafelschwamm gehörten, sind vorbei.

Doch um die neuen Technologien und Geräte auch nutzen zu können, braucht es vor allem eins: eine funktionierende W-Lan-Verbindung. Zwar haben viele Schulen stationäre Internetverbindungen. Die sind aber oft nicht nur langsam, sondern im Umgang mit Smartphones oder Tablets schlicht unbrauchbar. Ein Ipad hat beispielsweise keinen Eingang für Lan-Kabel.

Anlässlich der Anmeldephase an den weiterführenden Schulen, die am 17. Februar beginnt, hat unsere Redaktion eine Übersicht erstellt, die zeigt, welche Schulen bereits in Teilen oder flächendeckend mit Wlan ausgestattet sind.

49 weiterführende Schulen - an wie vielen gibt's Wlan?

In Dortmund gibt es 49 weiterführende Schulen, davon sind 45 in städtischer Trägerschaft. Und, das hat die kleine Umfrage bei Stadt und Schulen gezeigt, die überwiegende Mehrheit dieser Schulen hat bereits ein eigenes W-Lan-Netzwerk.

Immerhin 41 Schulen haben ein eigenes W-Lan-Netzwerk - wenn es auch nicht immer flächendeckend ist:

Den Großteil dieser Schulen hat die Stadt mit W-Lan ausgestattet. Seit einigen Jahren ist das Dortmunder Systemhaus (Dosys), der IT-Dienstleister der Stadt, damit beschäftigt, W-Lan-Netzwerke in städtischen Schulen zu installieren, die nicht nur bis in jeden Winkel der Schulgebäude reichen – sondern vor allem dem gleichzeitigen Zugriff hunderter Schüler standhalten können. An 29 städtischen Schulen ist dieses Projekt bereits abgeschlossen.

Auch in den vier Schulen in freier Trägerschaft gibt es nach eigenen Angaben W-Lan-Zugang. Dazu kommen acht Schulen, in denen die komplette Ausstattung durch Dosys noch aussteht, in denen man aber trotzdem drahtlos surfen kann - zum Beispiel, weil die Schule aus eigener Initiative W-Lan installiert hat.

Nur im Computerraum geht's ins Internet

Damit bleiben acht weiterführende Schulen in Dortmund, in denen die Schüler keinen Zugang zu Wlan haben. Das heißt zwar nicht, dass es gar keinen Internetzugang gibt - Internetverbindungen per Kabel stehen aber häufig nur in wenigen Räumen zur Verfügung oder sind sehr langsam.

In einigen dieser Schulen will die Stadtverwaltung noch in diesem Jahr tätig werden. Wie Stadtsprecherin Anke Widow mitteilt, sollen 13 weitere Schulen in diesem Jahr durch das Dosys mit flächendeckendem W-Lan ausgestattet werden.

Das betrifft dann sowohl die Schulen, die bisher mit eigenem Wlan-Netzwerk arbeiten als auch jene, die noch ganz ohne W-Lan dastehen.

Jetzt lesen

Welche Schulen zu den glücklichen gehören, legt die Stadt allerdings noch nicht offen - laut Anke Widow sind die entsprechenden Planungen noch nicht abgeschlossen.

Glasfaser-Ausbau erreicht auch Schulen

Darum, dass das Internet an Schulen auch schnell genug ist, kümmert sich Dokom21. Der Dortmunder Netzbetreiber ist unter anderem dafür zuständig, den Glasfaser-Ausbau in der Stadt voranzutreiben - Schulen haben dabei Priorität. 20 städtische Schulen hängen laut Dosys bereits an dem Glasfasernetz, das die Stadt selbst verlegt hat.

Schul-W-Lan ist übrigens in aller Regel für rein schulische Zwecke gedacht. Wie Ulrike Eisenberg, Leiterin des Heisenberg-Gymnasiums erzählt, entwickelt Dosys parallel zur technischen Infrastruktur für ihre Schule aktuell auch ein System, das verhindert, dass Schüler den Internetzugang privat nutzen können.

Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt
Ruhr Nachrichten Stadt- und Landesbibilothek
Warum muslimische Männer oft schlecht integriert sind – Dortmunder Pädogoge provoziert mit Thesen