Dieser Ausweis-Automat spart Geld und Zeit

Perso auf Knopfdruck

Selbstbedienung bei den Bürgerdiensten: In der Berswordthalle können Kunden bei der Antragstellung eines Personalausweises oder eines Reisepasses dank eines neuen Terminals Zeit und Geld sparen. Die Ausweise gibt's jetzt am Automaten. Wir erklären, wie das funktioniert.

DORTMUND

, 23.10.2015, 18:32 Uhr / Lesedauer: 2 min
Dieser Ausweis-Automat spart Geld und Zeit

Testen das Selbstbedienungsterminal: (v.l.) Diane Jägers, Dezernentin für die Bürgerdienste, Peter Spaenhoff und Andreas Krämer.

Was muss ein Kunde für einen Personalausweis oder Reisepass beachten?

Peter Spaenhoff, Leiter des Fachbereichs Bürgerdienste, erklärt: "Kunden können ohne Porträtbild zu uns kommen, lassen sich von dem Gerät fotografieren, geben ihre persönlichen Daten und einen Fingerabdruck ein."

Ist der Fingerabdruck Pflicht?

Beim Personalausweis nicht, beim Reisepass schon. Anschließend werden die digitalisierten Daten an den an den entsprechenden Kollegen geschickt und der Antrag dort bearbeitet.

Entstehen für die Bürger dabei zusätzliche Kosten?

"Die Nutzung des Terminals kostet sechs Euro und damit einen Euro weniger als bei unseren beiden Fotoautomaten", sagt Peter Spaenhoff. Allerdings erhält der Kunde keine Ausdrucke mehr. Die Kosten für die Erstellung eines Personalausweises oder Passes bleiben die gleichen.

Wie viel Zeit kann durch das Gerät eingespart werden?

Peter Spaenhoff: "Wir gehen davon aus, dass die einzelnen Antragstellungen nur noch acht statt zuvor etwa 15 Minuten dauern." Bei etwa 60.000 Anträgen für Personalausweise und 20.000 für Reisepässe im Jahr kann man sich vorstellen, dass sich das bei Bearbeitungs- und Wartezeit deutlich bemerkbar machen wird.

Können auch fremdsprachige Kunden das Gerät nutzen?

Der Service wird sowohl in Deutsch als auch in Englisch, Spanisch, Französisch, Russisch und Türkisch angeboten. Laut Betreiber ist das Gerät zudem für jede Sprache erweiterbar.

Wie sieht es mit der Bedienungsfreundlichkeit für Behinderte aus?

Rollstuhlfahrer können das Terminal herunterfahren, so dass sie es problemlos nutzen können.

Wie sieht es aus, wenn einige Kunden mit der Technik nicht klar kommen?

Peter Spaenhoff: "Dann kann man sich an die Mitarbeiter an der Info wenden, die gerne weiterhelfen". Erfahrungen in anderen Städten haben aber gezeigt, dass schon nach sehr kurzer Zeit keine Hilfe mehr notwendig ist – alle Arbeitsschritte werden ausführlich erklärt.

Soll es bei dem einen Gerät bleiben?

"Wir werden die Entwicklung beobachten und dann in einem halben Jahr überlegen, ob wir ein zweites aufstellen", sagt der Leiter des Fachbereichs Bürgerdienste.

Wie viel kostet die Stadt die Anschaffung eines solchen Terminals?

"Gar nichts, da wir in dem Sinne kein Gerät anschaffen", sagt Peter Spaenhoff. "Wir erhalten vom Gerätebetreiber eine Konzessionsgebühr, dieser finanziert sich durch die Nutzungsgebühr des Gerätes."

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