Dieser Dortmunder Stadtbezirk bekommt einen historischen Kalender - und einen neuen Verein

rnHistorischer Kalender

Angefangen hat alles mit historischen Stammtischen - daraus entstanden sind zunächst ein Kalender und schließlich sogar ein Verein. Und der hat schon erste Ansatzpunkte für seine Arbeit.

Huckarde

, 26.08.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bisher sind es 27 Mitglieder, die den historischen Stammtisch besuchen. Ab dem 29. Oktober (Dienstag) werden sie Vereinsmitglieder sein - und hoffen auf weitere Mitstreiter. Denn schließlich hat der neue Verein viel vor. Flyer, Veröffentlichungen, Kalender, Vorträge und vielleicht sogar ein Museum sollen Teil der Arbeit sein.

Der im Oktober zu gründende Historische Verein Huckarde 2019 hat aber schon jetzt etwas auf die Beine gestellt: einen historischen Kalender für das kommende Jahr. Erhältlich ist der Kalender bei der Bäckerei Wulf (Rahmer Straße 33), Optik Krämer (Rahmer Straße 10), Buchhandlung Seitenreich (Huckarder Straße 352), Stift und Papier (Rahmer Straße 3) sowie bei der Zahnarztpraxis Spranke (Altfriedstraße 9).

Der Verein soll offen für alle sein

5 Euro kostet ein Kalender. „Wir haben eine Auflage von 1500 Stück“, verrät Dieter Eichmann. Die Bilder stammen vor allem aus dem Fundus von Dr. Günter Spranke und Peter Henning. „Wenn der Kalender gut ankommt, könnten wir uns vorstellen, weitere Kalender herauszugeben“, sagt Dieter Eichmann. „Dann wäre es natürlich schön, wenn weitere Huckarder ihre historischen Fotos zur Verfügung stellen würden - sie müssen dafür nicht einmal Vereinsmitglied werden.“

Dieser Dortmunder Stadtbezirk bekommt einen historischen Kalender - und einen neuen Verein

So sieht das Titelblatt des historischen Kalenders aus. © Carolin West

Denn der Historische Verein möchte sich offen zeigen. Deshalb werde es auch keine Versammlungen, sondern weiterhin Stammtische geben. Wer nicht Vereinsmitglied werden möchte - sei es mangels Interesse oder Zeit - und dennoch historische Fotos oder Gegenstände zuhause oder im Verein hat, kann den Historischen Verein ohne Mitgliedschaft unterstützen.

Drei Kalender gehen ins Ausland

So möchte der Historische Verein auch verhindern, dass Vereinsgegenstände wie Fahnen bei überalterten Vereinen untergehen. Und das nicht nur in Huckarde, sondern auch in den Ortsteilen wie Kirchlinde, Rahm oder Deusen. Und auch der erste Kalender wird nicht nur in Huckarde bleiben.

„Drei Kalender gehen nach Australien“, erzählt Thomas Bernstein. „Dort leben Nachfahren des jüdischen Kaufhauses Baum, das auf einem Kalenderblatt zu sehen ist.“ So schafft es Dortmunder Historie sogar ans andere Ende der Welt.

Das könnte der Verein als erstes tun

Abgesehen vom Kalender könnten Straßennamen in Huckarde ein erster Ansatzpunkt für den Historischen Verein werden. „Die Altfriedstraße beispielsweise müsste eigentlich Altfridstraße heißen - ohne ‚ie‘“, erklärt Peter Henning. Schließlich werde auch der Bischof, dem die Straße gewidmet ist, nur mit „i“ geschrieben.

Ein Historienschild könnte diesen Umstand erklären, so die Idee des Vereins. „Dann muss nicht gleich der Name auf allen Personalausweisen geändert werden“, sagt Thomas Bernstein und lacht. Ein noch fernes und größtes Ziel sei aber ein eigenes Museum.

Historischer Verein Huckarde

Der nächste Stammtisch

  • Der nächste historische Stammtisch findet am 19. September (Donnerstag) um 18 Uhr statt.
  • Gezeigt wird ein Film über die Bergmann Brauerei.
  • Veranstaltungsort ist die Marktschänke (Rahmer Straße 5).
  • Weitere Infos zum neuen Verein gibt es im Internet.
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