Einzigartiger Lidl im Dortmunder Süden kommt ein Jahr später

rnSupermärkte in Dortmund

Große Projekte erfordern einen großen Vorlauf. So wie der Bau der neuen Schürener Mitte. Und trotz aller Gerüchte: Es geht voran. Jetzt gab es die ersehnte Baugenehmigung.

Schüren

, 01.09.2020, 04:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein Anruf eines kommunalen Politikers ließ Jörg Schrameyer doch ein wenig erstaunt zurück. Der Geschäftsführer der IDO-Immobilien, die für den Bau der neuen Mitte in Schüren zuständig ist, hatte gerade die Frage erhalten, ob es denn noch etwas werde mit dem neuen Lidl an der Bergmeisterstraße. Oder ob sich das mit dem neuen Supermarkt in Schüren erledigt habe.

„Ich habe am Donnerstag die Baugenehmigung für das Projekt erhalten“, sagt Jörg Schrameyer am Montag (31.8.). „Die Zusammenarbeit mit der Stadt Dortmund war sehr angenehm. Wir haben die Baugenehmigung gemeinsam erarbeitet und wir haben viele Punkte geklärt“.

Für die Schürener Bürger sicher eine gute Nachricht. Denn mit der Schließung des Rewe 2015 fehlt ein Nahversorger vor Ort.

Im Oktober können die Bagger rollen

Man sei jetzt dabei, die Vergabegespräche mit mehreren Generalunternehmern zu führen. Ende September könnten dann die Verträge vorliegen und in der zweiten Oktoberhälfte dann die Bagger anrollen, sagt Schrameyer.

„Es sind so weit alle Genehmigungen vorhanden“, so der IDO-Geschäftsführer. Wenn dann alles gut läuft, könnte Mitte 2022 der neue Lidl seine Türen öffnen. Eigentlich hätte dies schon im nächsten Jahr passieren sollen. Aber das Warten auf die detaillierten Pläne hat gedauert. Dazu kam noch der Ankauf von 20 kleineren Grundstücken, die den Betreibern der Läden in der alten Ladenzeile gehörten.

So wird der Eingangsbereich des Supermarktes einmal aussehen.

So wird der Eingangsbereich des Supermarktes einmal aussehen. © IDO

Aber wie wird das neue Gebäude, das von der Gevelsberger Straße, der Bergmeister Straße und der Marktscheiderstraße umschlossen wird, am Ende aussehen?

Also: In das Erdgeschoss wird wie geplant der Lidl einziehen. Weitere kleinere Geschäfte im Erdgeschoss schließen sich an. Gesucht wird noch der Mieter eines der kleineren Ladenlokale. Ein Friseur vielleicht, so die Überlegungen bei der IDO. Über dem Lidl wird der Gebäudekomplex Wohnungen beinhalten. „Das ist alles sehr detailliert geplant worden. Es gibt noch 58 Wohnungen, 14 davon sind gefördert“, sagt Jörg Schrameyer.

Entwicklungszeiten von vier bis fünf Jahren

„Wenn alles vergeben ist, können wir direkt loslegen. Auch die Baustraße ist schon bereitet. Es ist alles grün“, sagt Schrameyer. Und was sagt Lidl zu der Zeitverzögerung? „Wir verfolgen in Dortmund eine Expansionsstrategie“, sagt Christian Staszak, Immobilienleiter bei Lidl. „Bei solchen Projekten wie diesem in Schüren haben wir Entwicklungszeiten von vier bis fünf Jahren. Wir haben da einen langen Atem.“

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Es ist auf jeden Fall ein in Dortmund bislang einzigartiges Projekt. Das Zusammenspiel zwischen Supermarkt und Bebauung gibt es von Lidl-Seite bislang noch nicht in NRW. Lediglich im Süden Deutschlands gibt es schon Derartiges.

Schon jetzt Nachfragen nach Wohnungen

Und die Nachfrage an Wohnungen ist jetzt schon da. „Wir haben da schon einige Nachfragen“, sagt Schrameyer. Und es gibt noch etwas Neues aus Schüren. Die alte Plastik, die einmal vor der Sparkasse stand, wird in der neuen Mitte wieder aufgestellt. In einer gemeinsamen Aktion mit der Bezirksvertretung Aplerbeck.

Und auch in einem der jetzt schon stehenden Pavillons wird es noch einen neuen Mieter geben. Neben die Sparkasse wird die Naschbar einziehen. Italienisches Eis, Antipasti und Wein gibt es dann dort. In drei Monaten, so Schrameyer, könnte es in Schüren zumindest damit soweit sein.

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