„Different Inside“ waren für den Pop-NRW-Preis nominiert und erlebten einen großen Abend

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Der Pop-NRW-Preis gehört zu den höchstdotierten Auszeichnungen für Popmusiker in Deutschland. Die Vier von „Different Inside“ aus Berghofen und Schüren waren nominiert. Und so war‘s in Köln.

Berghofen

, 08.05.2019, 12:44 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sie hatten sich richtig herausgeputzt, Johann, Patrick, Thimo und Manuel. Sozusagen den feinen Zwirn aus dem Schrank geholt, um einen guten Eindruck zu machen im Kölner Gloria Theater. Und das hatte auch einen Grund, denn die Alternative- und Indie-Band aus dem Dortmunder Süden, die ihre Wurzeln auf dem Höchsten hat und deren Mitglieder in Berghofen, Schüren und Hörde beheimatet sind, gehören sozusagen zu den 15 besten Bands aus NRW. In der Kategorie „Outstanding Artist“ gab es die Nominierung.

Und das, nachdem die Jungs schon im vergangenen Jahr zur besten Dortmunder Band gekürt wurden. In Köln gab es nichts zu holen. Aber ganz nach dem Motto „Dabei sein ist alles“ genossen es die Vier von „Different Inside“ in vollen Zügen. „Wir wussten schon vorher, dass wir nicht zu den drei Gewinnern gehörten“, sagt Gitarrist und Sänger Manuel Seegrefe. Gut, das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro hätte der Band auch ganz gut zu Gesicht gestanden, aber der Abend im Kölner Gloria könnte durchaus ein Türöffner gewesen sein.

Unter den besten Bands aus NRW

Denn allein die Mitglieder der Jury konnten sich sehen lassen. So gab es erste Kontakte zu den Moderatoren des Radiosender Eins-Live und natürlich zu den anderen Musikern. „Wir sind dahin, um einen schönen Abend zu haben“, sagt Markus Seegrefe. „Ich denke, wir haben auch einen guten Eindruck gemacht.“ Es sei eine Ehre gewesen, dabei zu sein. Denn wenn man bedenken würde, dass es tausende von Bands in NRW gibt, sei es schon klasse gewesen.

„Different Inside“ waren für den Pop-NRW-Preis nominiert und erlebten einen großen Abend

Die vier Bandmitglieder machen auch in Zivil eine gute Figur. © Malte Hoemberg

Es gab eine Vorstellung der Bands, eine Laudatio für die Gewinner und die ersten durften dann noch auftreten. Es war, wenn man so will, auch der Startschuss für eine Neuausrichtung der Band, die nun schon seit 13 Jahren zusammen ist. Man will professioneller werden. Neue Musikpartner werden gesucht und ein Label-Vertrag ist das Ziel in der nächsten Zeit. Dabei ist es ein Spagat zwischen einem „normalen“ Beruf, den die vier noch ausüben - und eben dem etwas professionelleren Arbeiten als Band.

Rund 36 Auftritte spielt Different Inside im Jahr

Denn schon heute spielen „Different Inside“ rund 36 Aufritte im Jahr. Viel mehr sei mit den Jobs nicht machbar, so Manuel Seegrefe. Man wolle versuchen, die Qualität der Auftritte zu steigern, größer zu werden. Auch was die Veranstaltungsorte angeht. Zeit haben die vier Musiker jetzt erst einmal. Ein Auftritt in Weimar steht noch auf dem Programm, dann ist Sommerpause.

Danach stehen zwei größere Auftritte im Terminplan. Einmal im Parkhaus Meiderich in Duisburg, ein Festivalformat mit vier Bands. Und dann folgt ein Auftritt im Kult-Tempel Oberhausen, als Vorgruppe für eine AC/DC-Ladies-Tribute-Band, die „She’s got Balls“ heißt. „An diese Band sind wir durch puren Zufall gekommen. Durch Andy Brings“, sagt Manuel Seegrefe. Den Ladies war eine Vorgruppe abgesprungen und es musste schnell Ersatz her.

Vor über 800 Zuschauern in Oberhausen

„Different Inside“ sprangen ein und rockten das Ganze vor über 800 Zuschauern. „Das war schon fett“, sagt Seegrefe. Die Jungs konnten überzeugen, und so dürfen sie halt noch einmal ran in Oberhausen. Es kann sein, dass dort auch ein Live-Video entsteht. Als Bewerbungsschreiben für größere Dinge.

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