Dogewo investiert in barrierefreie Wohnungen

DORTMUND Das Badezimmer der Familie Jander wäre auch mit dem Rollstuhl befahrbar, was glücklicherweise nicht notwendig ist. Die Dogewo hat es senioren-und behindertengerecht gestaltet. Doch schön ist so ein barrierefreies Badezimmer trotzdem.

von Von Dennis Werner

, 22.11.2008, 09:11 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dogewo investiert in barrierefreie Wohnungen

Ehepaar Jander findet ihr barrierefreies Badezimmer in der Wohnung der Dogewo sehr praktisch.

Ebenerdig, ohne Rand, bietet die Dusche ausreichend Platz, damit sich das Ehepaar beim Rückenschrubben frei bewegen kann. "Die Dusche ist schon etwas ganz dolles", freut sich Friedhelm Jander, der seit einem Jahr in der grundsanierten Dogewo-Wohnung im Kreuzviertel wohnt. Der 67-Jährige und sein Frau stehen mit ihrer Wohnung stellvertretend für 900 weitere Wohnungen, die die Dogewo mit Mitteln des Wohnungsamtes barrierefrei gestaltet hat.Umzug im Ernstfall nicht nötig

Das Ehepaar Jander fühlte sich noch nicht alt. Beide hatten nicht gezielt nach einer Wohnung ohne Hindernisse gesucht. Doch dass es mal soweit sein könnte, erfuhr Friedhelm Jander am eigenen Leib. "Vier Monate, nachdem ich die Wohnung hatte, wurde ich operiert. Mein Bein war steif. Ich hatte schon damit gerechnet, einen Rollstuhl zu brauchen", erzählt er. Zum Glück kam es anders, doch wenn es soweit sein sollte, brauchen die Janders nicht umziehen.

"Das entspricht unserem Konzept. Die Menschen sollen so lange wie möglich in den Wohnungen leben können", sagte Dogewo-Geschäftsführer Klaus Graniki. Die Mieter sollen nicht umziehen müssen, wenn sie alt oder krank sind. Dennoch sind die Wohnungen auch für andere Mieter geeignet. Wohnungsamt fördert Maßnahme

Insgesamt sollen 1600 Wohnungen im Rahmen des Programms "WohnFortschritt" barrierefrei umgestaltet werden. Die Dogewo profitiert dabei von Mitteln freigegeben vom städtischen Wohnungsamt, das die Dogewo bereits mit 1 Million Euro gefördert hat. "Uns ist wichtig, dass der Wohnungsbestand angepasst wird", so Elke Beißner vom Wohnungsamt.

Die Janders sehen dem Älterwerden nun gelassener entgegen. Sie fühlen sich wohl in ihrem neuen Heim - und das soll so lange wie möglich so bleiben.

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