Dominik Brinkmann strebt Karriere als Profi-Rennfahrer an

Bester Nachwuchsfahrer

Der Asselner Dominik Brinkmann ist im letzten Jahr als bester Nachwuchs-Rennfahrer in NRW ausgezeichnet worden. Dem 20-Jährigen reicht das aber noch lange nicht: Er strebt eine Profi-Karriere an.

ASSELN

24.05.2012, 15:53 Uhr / Lesedauer: 2 min
Rennfahrer Dominik Brinkmann.

Rennfahrer Dominik Brinkmann.

Am letzten Wochenende war er zudem beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring am Start und lag mit seinem VW Scirocco GT 24 auch gut im Rennen. „Unsere Klasse hätten wir klar gewonnen. Wir lagen auch sehr gut im Gesamtrennen platziert.“ Der Defektteufel machte dann einen Strich durch die Rechnung. Vier Mal musste die Antriebswelle getauscht werden.  Dadurch verloren Dominik Brinkmann und sein Team viel Zeit. Unterkriegen lässt er sich davon nicht: „Mit solchen Problemen muss man als Rennfahrer leben“, sagt er schon ganz profihaft. Seinen Traum, Profi zu werden, verfolgt er konsequent.  

 Über den Kartsport und der Einstiegsklasse der Formel BMW kam er zu der VLN Langstreckenmeisterschaft, bei der er letztes Jahr Vizemeister und zum besten Nachwuchsfahrer in NRW ausgezeichnet wurde. „Dieses Jahr will ich den Titel gewinnen. Die ersten beiden Rennen habe ich schon mal gewonnen“, zeigt er sich entschlossen, weiter für seinen Traum zu kämpfen. Sein größter Förderer ist sein Stiefvater Axel Walkowiak, der jahrelang selbst Rennen gefahren ist. Er gibt nicht nur entscheidende fahrerische Tipps, sondern berät auch bei den Karriereschritten.

Zudem ist er auch immer wieder Geldgeber, was beim Rennsport eine nicht ganz billige Angelegenheit sein kann, wie Dominik Brinkmann erläutert: „Die Antrittsgelder um für ein Team zu starten sind meist sehr teuer. Mit den Erfolgen ist natürlich ein finanzieller Spielraum vorhanden. Trotzdem bin ich für die Unterstützung und den Glauben an mich sehr dankbar.“  Einen Plan B hat der 20-Jährige auch schon im Hinterkopf. Er macht seit letztem Jahr eine Ausbildung zum Bürokaufmann. Aber liebend gern würde er für lange Zeit seinen Platz am Schreibtisch gegen den hinter dem Lenkrad tauschen.  Mit seinem Hobby ist der gebürtige Lünener voll ausgelastet. Er fährt nicht nur, er managt sich auch selbst. „Ich kümmere mich um die Sponsorensuche, die Pressearbeit und pflege die Kontakte in der Rennfahrerszene.“  

 Viel Krafttraining ist auch notwendig. „Man muss jede Sekunde hellwach sein. Vollkommene physische und psychische Fitness ist unabdingbar“, so Brinkmann.  Eine kleine Unkonzentriertheit kann fatale Folgen haben. Und das weiß er selbst am besten. Mit dem Kart hat er sich einmal überschlagen, schwer verletzt hat er sich aber noch nie. „Daran darf man auch keine Gedanken verlieren. Dann fährt man nicht mehr am Limit und macht erst recht Fehler.“  Gedanken macht er sich nur über den nächsten Karriereschritt: „Ich würde unheimlich gerne in der ADAC GT Masters fahren.“

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