Dortberg-Haus: Hotel soll im Sommer 2019 eröffnen

Gebäude an Katharinentreppe

"Beratung für Bauwillige" steht an der Wand. Eine Erinnerung daran, dass das Dortberg-Haus einst Sitz des städtischen Planungsamtes war. Jetzt ist die B&L-Gruppe aus Hamburg bauwillig und will das Gebäude in ein Hotel verwandeln. Wir erklären, was geplant ist.

DORTMUND

, 22.09.2017, 02:39 Uhr / Lesedauer: 2 min
Dortberg-Haus: Hotel soll im Sommer 2019 eröffnen

So soll das Intercity-Hotel im Dortberg-Haus einmal aussehen.

Seit dem Auszug des städtischen Planungsamtes vor 13 Jahren, waren die Türen des denkmalgeschützten Gebäudes an der Katharinenstraße geschlossen. Am Donnerstag standen sie wieder offen – zur Präsentation der Hotelpläne für das altehrwürdige Dortberg-Haus. Nachdem frühere Hotelpläne geplatzt waren, hatte das Hamburger Familienunternehmen B&L 2016 das Gebäude übernommen. Neue Hotelpläne wurden geschmiedet. Und die werden nun konkret.

Eröffnung im Sommer 2019 geplant

Seit März haben die Investoren die Baugenehmigung in der Hand. In den vergangenen Wochen wurden die Abstimmungen mit den Nachbarn und der Denkmalbehörde abgeschlossen. Jetzt wird ein Generalunternehmer gesucht. Anfang 2018 sollen die Bauarbeiten am Dortberg-Haus beginnen, kündigte Thorsten Testorp, geschäftsführender Gesellschafter der B&L-Gruppe an. Läuft alles glatt, ist die Eröffnung im Sommer 2019 geplant.

Betrieben wird das geplante Hotel als Intercity-Hotel, eine Kette, die zur Steigenberger-Gruppe gehört und auf die Nähe zu Bahnhöfen setzt. „80 Prozent unserer Gäste kommen mit der Bahn“, erklärte Joachim Marusczyk als Geschäftsführer der Intercity-Hotel GmbH. Das Dortberg-Haus, direkt gegenüber vom Hauptbahnhof ist da ein idealer Standort. „Und Dortmund haben wir schon seit längerer Zeit auf der Liste“, verriet Marusczyk.

Dynamik bei den Übernachtungszahlen

„Dortmund hat Dynamik, auch bei der Entwicklung der Übernachtungszahlen“, begründete Testorp das Interesse seines Unternehmens an der Stadt. Die B&L-Gruppe entwickelt in vielen Städten Büro-, Gewerbe- und Hotelprojekte. Bei den Hotels ist sehr oft die Intercity-Kette Partner.

Im Dortberghaus sollen auf sieben Etagen etwa 230 Zimmer entstehen. Dazu bietet das künftige Intercity-Hotel Dortmund drei Konferenzräume, ein Restaurant, ein Bistro und eine Bar. Geplant wurde der denkmalgerechte Umbau von dem Dortmunder Architekten Ralf Schulte-Ladbeck. Die Innengestaltung übernimmt der Mailänder Designer und Architekt Matteo Thun & Partners, kündigte Marusczyk an.

Altes Büro von Sierau

Erfreut über die neuen Aktivitäten zeigte sich gestern Oberbürgermeister Ullrich Sierau. Er erinnerte an zahlreiche aktuelle Investitionen in der City, aber auch an die Geschichte des Dortberghauses. Als Planungsdezernent hatte er hier ab Mai 1999 selbst sein Büro. „Und mein Traum ist ja, dass ich irgendwann einmal in meinem ehemaligen Dienstzimmer übernachten kann“, stellte Sierau mit einem Augenzwinkern fest. In gut zwei Jahren könnte der Traum in Erfüllung gehen …

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