Dortmund bekommt einen Sherlock-Holmes-Stammtisch

Marples

Eine Pfeife, eine große goldene Lupe und ein karierter Hut: Das sind die Markenzeichen von Sherlock Holmes. Bis heute hat der berühmte Meisterdetektiv viele Fans, die sich regelmäßig an Stammtischen der Deutschen Sherlock-Holmes-Gesellschaft treffen. In Dortmund gibt es einen solchen Treffpunkt bislang nicht. Das soll sich nun ändern.

HUCKARDE

16.04.2017, 02:20 Uhr / Lesedauer: 2 min
Heike Schlathölter (l.) und Astrid Zabel laden zum Sherlock-Holmes-Stammtisch.

Heike Schlathölter (l.) und Astrid Zabel laden zum Sherlock-Holmes-Stammtisch.

Verzwickte Fälle mit Deerstalker und Lupe lösen: Heike Schlathölter (51) und ihre Schwester Astrid Zabel (54) sind große Fans von Sherlock Holmes. Um andere Sherlockianer zu treffen, haben sie einen Stammtisch gegründet. Das erste Treffen ist am 28. April (Freitag).

Sherlockianisches Quiz als Höhepunkt

Der Stammtisch wird im „Pfauenzimmer“ des Marples in der alten Mühle, Roßbachstraße 34, am 28. April (Freitag) von 18 bis 22 Uhr stattfinden. Nach einer kurzen Begrüßung durch Heike Zabel und Astrid Schlathölter (Foto) gibt es einige Infos zur Deutschen Sherlock-Holmes-Gesellschaft (DSHG). Zeit zum gemütlichen Essen in dem englischen Restaurant und zum Unterhalten wird auch sein. „Ein Höhepunkt soll ein sherlockianisches Quiz werden, bei dem es auch Preise zu gewinnen gibt“, sagt Heike Schlathölter. 13 Besucher haben sich bisher angemeldet.

Die DSHG hat schon mehrere Stammtische, aber bisher keinen im Ruhrgebiet. Heike Schlathölter und Astrid Zabel wollen nun nachhelfen.

Alles Bücher gelesen und Filme gesehen

Beide sind große Holmes-Fans und haben sowohl die Geschichten von Arthur Conan Doyle gelesen als auch zahlreiche Verfilmungen mit Benedict Cumberbatch, Jeremy Brett, Peter Cushing und anderen gesehen. „Wir haben dann den Vorsitzenden Olaf Maurer gefragt, ob wir nicht einen Stammtisch ins Leben rufen könnten. Er war sofort begeistert.“

Die Teilnehmer des Stammtisches müssen aber keine Mitglieder sein. Im Grunde kann jeder kommen, der an Sherlock Holmes und dem viktorianischen Zeitalter, benannt nach Königin Victoria (1837 bis 1901), interessiert ist. An der viktorianischen Zeit gefällt Astrid Zabel und Heike Schlathölter der damalige Umgang der Menschen untereinander. „Viele waren noch höflicher und haben andere besser behandelt. Man legte auch noch mehr Wert auf gepflegtes Äußeres.“ Das Marples in der alten Mühle ist für die beiden der perfekte Ort. „Eine Bekannte hat uns darauf aufmerksam gemacht“, erzählt Astrid Zabel, die wie ihre Schwester in Datteln lebt.

Ausflug nach London

Beide nehmen gerne an Krimidinnern teil. „Wir haben auch schon einen Ausflug nach London gemacht, bei dem wir drei Tage auf Holmes‘ Spuren unterwegs waren. Wir waren im Museum in der Baker Street und haben uns Drehorte der Sherlock-Serie angesehen.“ Von ihrer Mutter lassen sie sich nun viktorianische Kleider schneidern.

Sherlock Holmes erschien das erste Mal 1887 in „Eine Studie in Scharlachrot“ von Arthur Conan Doyle.
Die DSHG wurde 2010 von Olaf Maurer und Nicole Glücklich gegründet. Sie hat etwa 600 Mitglieder.
Zum Stammtisch kann man sich anmelden unter
info@Sherlock-Holmes-Gesellschaft.de

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