Dortmund bekommt fast 20 Polizisten mehr

Erlass aus dem Innenministerium

Das Versprechen von mehr innerer Sicherheit durch mehr Polizeibeamte war ein zentraler Baustein des CDU-Wahlkampfes in NRW. Und tatsächlich bekommt das Polizeipräsidium Dortmund fast 20 zusätzliche Planstellen. Glaubt man der Gewerkschaft der Polizei, sieht es in fast zwei Dritteln der anderen NRW-Polizeibehörden ganz anders aus.

DORTMUND

, 20.07.2017, 16:37 Uhr / Lesedauer: 1 min
Dortmund bekommt fast 20 Polizisten mehr

Die 19,73 zusätzlichen Planstellen will die Polizei ausnahmslos "im operativen Geschäft" einsetzen und nicht hinter dem Schreibtisch.

Laut einem Erlass aus dem Innenministerium unter Minister Heribert Reul (CDU), so deutet es die Gewerkschaft der Polizei, müssten ab dem 1. September 29 von 47 Polizeibehörden im Land mit weniger Polizisten auskommen. Das Ministerium widerspricht, aber Fakt ist: In Dortmund freut man sich über 19,73 weitere Planstellen.

„Die Kollegen werden alle im operativen Bereich eingesetzt“, sagt Polizeisprecher Oliver Peiler. Die Beamten würden in verschiedenen Abteilungen untergebracht, allen gemein sei, dass sie in den Bereichen Kriminalitätsbekämpfung und nicht an Schreibtischen tätig seien.

Damit kann sich Dortmund – zuständig auch für Lünen und die Autobahnen – zu den Gewinnern des Erlasses zählen, mehr Kräfte bekommt lediglich das Präsidium in Essen (27). In Recklinghausen werden laut GDP 20 Stellen abgezogen, in Bochum 18.

Maßgebend für die Verteilung der Beamten ist die Kriminalitäts- und Unfallentwicklung der vergangenen zehn Jahre in den jeweiligen Präsidien. Zuletzt haben sich die Kriminalitätsstatistiken aus dem Dortmunder Polizeipräsidium, in dem 2363 Beamte arbeiten, positiv entwickelt. Das ist ein Landestrend. Ende März 2016 hatte der damalige Innenminister Ralf Jäger (SPD) acht Städten in NRW mehr Personal zugesagt, da dort die Straßen- und Eigentumskriminalität überproportional gestiegen war. Darunter Dortmund.

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