Engpass im Dortmunder Rettungswesen

rnSerie Dortmund vor 30 Jahren

Personalsorgen bei Sanitätern und ein neuer Bürgerservice soll die Bürokratie-Monster im Zaum halten: Wir werfen einen Blick auf die Nachrichten, die Dortmund heute vor 30 Jahren bewegten.

von Beat Linde

Dortmund

, 13.08.2020, 04:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Was war heute vor 30 Jahren in Dortmund los? Worüber haben die Menschen gesprochen, was war aktuell? In unserer Serie „Dortmund vor 30 Jahren“ werfen wir für Sie einen Blick in unser Zeitungsarchiv - und lassen die Vergangenheit wieder lebendig werden. Heute: der 13. August 1990.


Wehrdienstverkürzung belastet Dortmunder Rettungswesen

Die Verkürzung des Wehrdienstes hatte auch Konsequenzen für das Dortmunder Rettungswesen. Da die Wehrdienstzeit um drei Monate gekürzt wurde, wurde auch die Zeit des Zivildienstes verringert, wodurch Helmut Knappek, Geschäftsführer des Dortmunder Ortsverbands des Arbeiter-Samariter-Bunds (ASB) „hohe Kosten auf die Stadt“ zukommen sah.

12 der 36 Zivildienstleistenden des ASB konnten nämlich auch 3 Monate früher ihren Dienst beenden - Ausfälle, die zwangsläufig kompensiert werden mussten. Kurzfristig sollten ehrenamtliche Helfer eingesetzt werden, langfristig waren „die Bonner Politiker gefragt, die uns ohne Abstimmung mit dieser Verkürzung der Dienstzeit überfahren haben“, echauffierte sich Knappek gegenüber unserer Redaktion.

Nicht nur das Dortmunder Rettungswesen war betroffen, bundesweit waren die Effekte spürbar, im Rettungswesen, bei der Betreuung von Schwerbehinderten und in allen anderen Bereichen des Zivildienstes.


Mit dem Fahrrad nach Paris

120 Dortmunder Fahrradfahrer machten sich auf eine Fahrradtour in ganz großem Stil: Rund 1100 Kilometer sollte die Reise gehen, bis nach Paris und zurück.

Es war die fünfte Tour der großen Dortmunder Rad-Touristik-Fernfahrt, auf den jeweils sieben Etappen legten die Teilnehmer zwischen 118 und 213 Kilometern zurück.

Die vier Reisen davor gingen nach Prag, Tirol, Kopenhagen und Genf. Die Fahrt wurde gesponsert von der damals neu gegründeten Bundespost Postbank, und die Trikots waren in den Farben der französischen Trikolore gehalten.

Erstes Fest zu Ehren Altairs und Vegas

An diesem Tag, so sagt der japanische Mythos, traf die Weberin Altair auf ihren göttlichen Liebhaber Vega. Ein göttlicher Bann verhindert seitdem ein zweites Rendezvous, weswegen die Japaner das Fest der Webkunst „Tanabata Matsuri“ feiern. Zum ersten Mal fand dieses Fest vor 30 Jahren auch in Dortmund statt.

Yoko Schlütermann, die Vorsitzende der Deutsch-Japanischen Gesellschaft der Dortmunder Auslandsgesellschaft, organisierte das Fest. Gleichzeitig sollte das Fest der deutsch-japanischen Völkerverständigung dienen, es gab japanischen Gesang, japanisches Origami und eine japanische Tee-Zeremonie.


Neuer Bürgerservice für Dortmund

Eine ganz neue Abteilung wurde 1990 geschaffen, um Bauherren ihre Vorhaben zu erleichtern: die Bürgerberatung für Bauvorhaben, in der Architekten, Grundstücksbesitzer oder Investoren Fragen auf den Gebieten des Bau- und Planungsrechts sowie im Umweltschutz klären können sollten.

Planungsdezernent Bernd Reiff wollte den Service für die Besucher aber weiter perfektionieren und stellte die neue Bürgerhalle vor, die vor dem Dortberg-Haus die Bürger empfangen sollte.

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